Eine „Braut“ für 6.854 Euro pro Festmeter

von Redaktion

Rekorderlöse bei der Wertholzsubmission der Oberbayerischen Holztage in Übersee – Staatsforsten ziehen Bilanz

Übersee – Hoch her ging es bei der Eröffnung der Oberbayerischen Holztage, die mit der Bekanntgabe der Ergebnisse der Wertholzsubmission begannen. Es war die 29. Südostbayernsubmission. Aus kleinen Anfängen heraus – erstmals 1998 in Staudach-Egerndach auf dem Gelände des Gasthofs Ott – entwickelte sie sich zu einem Großereignis für ganz Südostbayern, die jetzt beim Almdorado in Übersee beheimatet ist, wo Hunderte von Besuchern mit ihren Familien die Möglichkeit hatten, die schönsten Hölzer der heimischen Forstwirtschaft zu besichtigen und viel über Verarbeitung und Verwendung zu erfahren. „Eine sehr erfolgreiche Submission mit einer Rekordmenge an Werthölzern und Rekorderlösen“, fasste Sebastian Kurzmeier, stellvertretender Leiter der Staatsforsten Ruhpolding, das Ergebnis der diesjährigen Submission zusammen. Insgesamt kamen fast 600 Festmeter Wertholz von 22 Baumarten, von Ahorn bis Zwetschge, 53 Prozent Laubhölzer, 47 Prozent Nadelhölzer, zum Verkauf an die Meistbietenden. Bei 36 Bietern – im vergangenen Jahr waren es noch 31 – wurde ein durchschnittlicher Erlös pro Festmeter von 417 Euro erzielt (im Vorjahr 404 Euro). Der Gesamtwert netto betrug knapp 250.000 Euro. Organisiert wurde die Submission als gemeinsame Aktion von den Bayerischen Staatsforsten, den Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein. Die ersten zehn der höchsten Preise erzielte der Bergahorn – der auch die „Braut“, den teuersten Stamm der Submission lieferte – mit einem Preis von 6.854 Euro pro Festmeter, gefolgt von viermal Eichen mit 5.210 Euro, 4.845 Euro, 3.730 Euro und 2.695 Euro, einer Douglasie für 2.416 Euro, einer Esche mit 2.397 Euro und weiteren drei Eichen für 2.270 Euro, 2.139 Euro und 2.089 Euro.

Stets gefragt sind dicke Stämme mit wenigen Holzfehlern. Die Grundregel für wertvolles Laubholz heißt kurzer, astfreier Stamm von sechs bis acht Metern und lange grüne Kronen. Bei den Nadelhölzern spielt neben Dimension und Qualität der Standort eine Rolle. Für die Wertholzerziehung in jungen Jahren ist es sinnvoll, die untersten Äste zu entfernen, die sogenannte Wertastung. Anschließend bilden sich Jahrringe ohne Asteinschlüsse. Ziel sind 50 Prozent Stamm mit mindestens sechs Meter Astung und 50 Prozent grüne Krone.gi

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