Marquartstein – Mit der Bekanntgabe eines Beschlusses aus der nichtöffentlichen Sitzung vom Januar informierte Geschäftsleiter Florian Stephan über die Auftragsvergabe an die „Firma e.c.b. GmbH & Co. KG“ über rund 14.500 Euro brutto. Der Gemeinderat wurde im Vorfeld über die Entwicklungen zur kommunalen Wärmeplanung unterrichtet. Aufgrund der pauschalen Fördermöglichkeiten wurde über das Ökomodell Achental das wirtschaftlichste Angebot eingeholt. Die Auftragsvergabe steht unter dem Vorbehalt eines positiven Ergebnisses der Überprüfung der Fördermöglichkeiten.
Nachbarn
stimmen zu
Im Hofangerweg soll der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage entstehen. Bereits seit 2024 gab es verschiedene Besprechungstermine zu diesem Projekt, insbesondere bezüglich der Abtretung eines Grundstücksstreifens für den im Bebauungsplan „Freiweidach Süd“ festgesetzten Verbindungsweg zwischen dem nordöstlichen Baugebiet und dem Hofangerweg. Es soll ein Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von rund 112 Quadratmetern entstehen, mit angeschlossener Wohnküche, Lager und Technikraum mit einer Grundfläche von 53 Quadratmetern. Die festgesetzte Grundfläche für Wohngebäude wird damit um rund acht Quadratmeter überschritten, bleibt aber unter zehn Prozent. Nach nochmaliger Prüfung und Einverständniserklärung der Nachbarn erteilte der Gemeinderat einstimmig sein Einvernehmen, auch hinsichtlich der geringfügigen Überschreitung der Grundfläche und der Baugrenzen der Garage, ebenso bezüglich der abweichenden Fenster- und Türöffnungen und des Dachüberstands der Garage.
Um einen Bauantrag an der Alten Dorfstraße ging es im nächsten Tagesordnungspunkt. Eine junge Familie möchte das bestehende Wohnhaus sanieren und den Einbau einer zweiten Wohnung im Obergeschoss mit Wohnraumerweiterung im ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude als Nutzungsänderung einschließlich des Einbaus eines Fluchtwegtreppenhauses zwischen Erdgeschoss und Dachgeschoss sowie den Anbau eines Freisitzbalkons mit Außentreppe auf der Gebäuderückseite durchführen. Das Einvernehmen hierfür wurde erteilt.
Josef Moritz (CSU) bekundete, dass er das Projekt gut findet, meinte aber, dass vier Stellplätze wahrscheinlich zu wenig sind. Florian Stephan stellte klar, dass bei zwei Wohneinheiten vier Stellplätze ausreichend sind, laut Gesetzesvorgabe. Klaus Hell (BfM) fand das Projekt ebenfalls grundsätzlich gut, monierte aber die Dachverglasung im Anbau und befürchtete, einen Präzedenzfall zu schaffen. Roland Polleichtner (BfM) bekundete seinen Respekt für das Projekt, Michael Elgass (Grüne/offene Liste) sah keinen Präzedenzfall bei dem Projekt. Josef Moritz (CSU) fand es gut, dass junge Leute das Haus vor dem Verfall retten.
Um das Haushaltsjahr 2022 ging es bei den nächsten beiden Tagesordnungspunkten: die Genehmigung von außerplanmäßigen Ausgaben, die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung. Dazu äußerte sich Thomas Halder (BfM), der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. Er bestätigte, dass alle Belege vorgelegt und geprüft wurden und es keine Beanstandungen gab, da alles ordentlich geführt wurde. Das Jahr 2022 „hinkt hinterher“, da Unterschriften fehlten. Das Jahr 2025 soll zeitnah abgeschlossen werden, damit der Gemeinderat nach der Wahl bei „null“ weiterarbeiten kann.
Zum Abschluss der Gemeinderatssitzung wurden noch zwei Punkte angesprochen: Klaus Hell wies auf ein Problem in der Zukunft hin, nämlich das zu erwartende höhere Straßenverkehrsaufkommen auf der Schlossstraße, die dafür nicht ausgelegt ist. Bis zur nächsten Sitzung soll eine Information vorliegen, versprach Claudia Kraus (Grüne/Offene Liste), die die Sitzung leitete.
Droht der
Verkehrskollaps?
Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) sprach die Situation der „Beiräte“ an und wünschte sich hier eine intensivere Kommunikation zwischen Beirat und Gemeinderäten. Auch mit der Beiratssatzung sollte sich noch einmal genauer beschäftigt werden.
Franz Aigner (BfM) schlug vor, die Beiräte zu den Gemeinderatssitzungen einzuladen.