Mehr Lebenskunst mit Lachen

von Redaktion

Priener Senioren erfreuen sich am Humorseminar im katholischen Pfarrheim

Prien – „Das kann ja heiter werden!“ Frei nach diesem Motto fanden sich über 50 Frauen und Männer auf Einladung des Priener Seniorenprogramms im katholischen Pfarrheim ein. Gemeinsames Ziel war es, bei Kaffee und Kuchen den tieferen Sinn von Lachen und Humor zu erfahren – und es wurde tatsächlich viel gelacht. Dafür sorgte schon der Münchner mit schwäbischen Wurzeln Hans-Martin Bauer. Als Diplom-Sozialpädagoge, Familientherapeut, therapeutischer Clown, Schauspieler, Humor-Coach und Lachyoga-Lehrer fiel es ihm nicht schwer, die Lacher auf seiner Seite zu haben.

„Humor-, Hirn-, Lach- und Glücksforscher haben festgestellt, dass Humor zu Leichtigkeit führen kann und dass wir Glück lernen können“, sagte der Referent zu Beginn zum Thema Wohlfühlglück und dem deutschen Glücksatlas, demzufolge die glücklichsten Menschen in Hamburg und in Bayern leben.

Nach Zitaten von Erich Kästner und Mahatma Gandhi erläuterte er, dass Kinder die besten Lehrmeister sind, denn Kinder trauen sich, Dinge zu tun, die Erwachsene nicht tun würden, und ergänzte: „Es ist eine lebenslange Aufgabe, uns zu mögen, so wie wir sind. Und es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu bekommen“. Weitere Rezepte zur frohen Zufriedenheit waren „Wer morgens zerknittert aufwacht, der hat viele Entfaltungsmöglichkeiten“ oder „Lache über dich selbst, bevor es andere tun“ oder „Perfektionismuswahn ist humorfeindlich“.

Ein eigener Aspekt des Humors galt der Medizin und den fundierten Erkenntnissen, dass Lachen sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Hans-Martin Bauer, seit 28 Jahren in der Fortbildung unter anderem in der Hospiz tätig, fasste seine Erfahrungen mit folgendem Satz zusammen: „Wer erwachsen ist und Kind bleibt, ist ein ganzer Mensch“. Beispielen aus Karl Valentins Wortwitzen („Ich sag nix, das werde ich wohl noch sagen dürfen“ oder „Auf dem Weg zu mir bin ich mir selbst begegnet“) folgte die Grundsatzempfehlung, sein Leben auszurichten nach „Wer tut mir gut? Was ist mir wichtig?“.

Weitere Tipps zur gelingenden Lebenskunst waren der Mut zur Unvollkommenheit sowie der Satz: „Arroganz ist die Kunst, auf die eigene Dummheit stolz zu sein!“.

Der Ausflug in ein humorvolles und ausgeglichenes Seelenleben endete mit Übungen, einem Liedvortrag und mit lang anhaltendem Applaus – ehe es zusammen mit Priens Drittem Bürgermeister Martin Aufenanger und mit Priens Seniorenbeauftragter Helga Stampfl fröhlich wieder hinaus in den Priener Alltag ging. hö

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