Prien – Bei einer Sitzung der Priener Elternberäte erklärte der Vorsitzende des Elternbeirats der Franziska-Hager-Grundschule, Helge Gruner, dass die seelische Gesundheit der Kinder in Gefahr sei. Immer mehr Kinder seien betroffen. Daher schlage er vor, die Kooperation mit fachlichen Stellen weiter auszubauen. Petra Lanzinger von der Schulverwaltung brachte ein, die flexible Trainingsklasse der Mittelschule könne auch für die Grundschule eine Möglichkeit sein. Diese sei hocheffizient. Die Elternbeirätin der Kampenwandschule Sabine Eichhorn brachte ein, dass es einen zweistündigen Erste-Hilfe-Kurs für psychische Erkrankungen „Helfen in seelischer Not“ für Kinder ab 14 Jahren gebe, der wie ein Workshop aufgebaut und auch für Eltern geeignet sei. Dabei würden Handlungsstrategien vermittelt. Dieser könne in den Abschlussklassen der Schulen angeboten werden. Vonseiten des Elternbeirats der Grundschule wurde die chaotische Verkehrssituation aufgrund der „Eltern-Taxis“ an der Franziska-Hager-Schule eingebracht und bat um ein Gespräch mit der Gemeinde, um eine Lösung zu finden. Zum Thema Verkehr erklärte Bürgermeister Andreas Friedrich, die Straße zu sperren, sei schwierig, da dies mit den Wünschen des benachbarten Lebensmitteleinzelhandels sowie der Anwohner kollidiere. Vielleicht sei ein autofreier Tag eine Lösung, da die Kinder so Vertrauen in den Schulweg aufbauen könnten. Es gebe auf allen Schulwegen Gehwege sowie sichere Ampeln. Man solle mehr Werbung dafür machen und in Gruppen laufen, denn zusammen mache der Schulweg mehr Spaß. Der Elternbeirat der Franziska-Hager-Grundschule Andreas Dorner bestätigte die gefährliche Verkehrssituation vor der Schule und regte als Lösung Schülerlotsen an. Das Gemeindeoberhaupt sagte, diese müssten von der Schule ausgehen, die Polizei biete dazu Kurse an. Rosi Hell sagte, sie nehme das Thema mit in den „Runden Tisch Jugend“, vielleicht finde man dort Lösungen. Die Vorsitzende der Franziska-Hager-Mittelschule (FMH) Maria Riepertinger bestätigte den großen Erfolg der flexiblen Trainingsklasse. Zudem gelte an der FHM das Klassleiter-Prinzip, bei dem der Klassenlehrer alle Smartphones vor Schulbeginn einsammle und erst nach Schulschluss wieder zurückgebe. Auch die Pause sowie die Klassenfahrten seien handyfrei. Sollte sich jemand nicht daran halten, folgten Sanktionen.
Die Vorsitzende der Chiemsee-Realschule Angela Daxenberger sagte, dies gehe bei ihrer Schule nicht, da die Klassen die Lehrer, Räume und Gebäude mehrfach wechselten. Aber auch dort gelte das Handy-Verbot, außer bei offiziellen Recherche-Arbeiten. Die Vorsitzende des LTG Bettina Heilmann sagte, bei ihrer Schule gelte die gleiche Regelung wie an der Realschule. Die Hortleiterin Jaqueline Fleßa ergänzte, dass die Eltern für ein Verbot von Handys und Smartwatches oft kein Verständnis hätten, da sie selbst mit ihren Kindern darüber in Kontakt seien. LTG-Vorsitzende Heilmann erklärte, dass sie seit längerer Zeit massive Probleme mit der Schülerbeförderung des RVO hätten – vor allem bei der Linie Bad Endorf, bei der aufgrund überfüllter Schulbusse Kinder oftmals an der Haltestelle stehen gelassen würden. Gemeindeoberhaupt Friedrich erwiderte, die Beförderung der Schüler aus dem LTG und der Realschule sei Sache des Landratsamts. Er versicherte, dass er den Landrat Otto Lederer dazu persönlich ansprechen werde. re