Grassau – Für die Mitglieder des Schulverbands der Gemeinden Marquartstein, Grassau und Staudach-Egerndach sind neben der Verabschiedung eines unspektakulären Haushalts für die Schule auch die Informationen aus dem Schulalltag sowie der Baufortschritt des Schulprojekts von Interesse gewesen.
„Ein tolles
Gemeinschaftsprojekt“
Zunächst wurde kurz der Haushalt mit den jeweiligen Umlagesummen, die die Gemeinden zu tragen haben, aufgezeigt. Als Schulaufwandsträger sind die Mitgliedsgemeinden unter anderem für die Ausstattung der Schule wie auch für die Schülerbeförderung zuständig. Entsprechend der Schülerzahlen haben die Gemeinden Umlagen an den Schulverband zu entrichten. Wesentlich interessanter waren die Ausführungen des Schulleiters Marcus Ullrich zum Schulbetrieb. Er informierte, dass im Staudach-Egerndacher Schulhaus nun eine kleine Bücherei im Entstehen sei. Dank vielseitiger Unterstützung des Schulverbands, des Elternbeirats, des Fördervereins und der Regierung habe das Zimmer links vom Eingang neu gestrichen und mit Schülern einige Regale gefertigt werden können. „Das war ein tolles Gemeinschaftsprojekt“, betonte Ullrich. Um das Lesen den Schülern schmackhaft zu machen, folgen im März 2026 Leseprojekte, die in Kooperation mit der Grassauer Bücherei abgehalten werden. Sowohl in der Schule wie abends in der Bücherei werden zwei preisgekrönte Autoren, Sepp Mall mit „Ein Hund kam in die Küche“ und Markus Ostermair mit „Der Sandler“, lesen. Zudem werde es weitere Lesungen an der Schule sowohl für die Grund- wie auch die Mittelschule geben. Von den Lesungen kam Ullrich zu den Sprachstandserhebungen für Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren, die verbindlich vor der Einschulung erfolgen müssen. Hier würden die Sprach- und Deutschkenntnisse der künftigen Schüler beurteilt. Von den Kindergärten erhielten 46 der insgesamt 88 zu testenden Kinder eine Befreiung und seien demzufolge schulfähig, weitere 42 seien zu prüfen. Dies, so Ullrich, seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei vier bis acht Kindern werde voraussichtlich ein verpflichtendes Kindergartenjahr erfolgen, um die Chancengleichheit in der Schule zu gewährleisten. Ein Problem, das die Grassauer Schule mit so vielen anderen teilt und scheinbar ein Trend in den sozialen Medien ist, ist die absichtliche Verschmutzung der Toiletten. Dies habe, so Ullrich, zu einer neuen Regelung geführt. Die Toiletten der Mittelschule seien verschlossen und der Schlüssel werde nur auf Verlangen ausgehändigt. Der Benutzer müsse nach dem Besuch den einwandfreien Zustand bestätigen. Dies, so Ullrich, müsse sein, um auch das Reinigungspersonal zu schützen. An der Schule gibt es zudem einen weiteren, kleinen Erfolg zu feiern, denn sie wird mit dem Profil „Sport-Grundschule“ ausgezeichnet. Als Preis gewährt die Bayerische Staatsregierung neben 1.000 Euro für Spiel- und Sportgeräte auch eine zusätzliche Sportstunde in den ersten Klassen. Weitere Informationen zum Baufortschritt brachte Bürgermeister Stefan Kattari. Im Bauabschnitt II gehe es zügig voran. Nach dem Rückbau des Grundschulgebäudes stehe nun wieder der Aufbau an und die Zimmer nähmen Gestalt an. Leider habe es Probleme mit der Isolierung des Daches gegeben. Die Dampfsperre hielt nicht, und so habe die feuchte Dämmung entfernt und ausgetauscht werden müssen. Dies sei so nicht geplant gewesen und führe auch zu Mehrkosten.
Beim Bauabschnitt III, dem Neubau des weiteren Schultrakts zwischen dem Hochgebäude und der Turnhalle, schreite der Bau gut voran. Die Bodenplatte sei fertig und die Dimensionen der künftigen Aula würden sichtbar. Voraussichtlich werde bis Ende des Jahres der Rohbau stehen, vermutet Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Stefan Kattari.
Malerarbeiten starten
in den Sommerferien
Über die Sanierungen im Staudach-Egerndacher Schulhaus informierte Bürgermeisterin Martina Gaukler. Nachdem die Elektrik erneuert und die LAN-Kabel verlegt und Heizkörper erneuert worden seien, stehe nun ein neuer Anstrich an. Die Malerarbeiten würden in den Sommerferien 2026 erfolgen.