Grassau – Seit 30 Jahren lockt das Museum „Klaushäusl – Salz und Moor“ Einheimische wie Gäste an, um auf die Soleleitung und die Geschichte des Salzes wie die Entstehung des Moors aufmerksam zu machen. Nun wechselt die Führung und Museumsleiterin Anette Grimm wird von Alexander Weißer abgelöst. Über das vergangene Museumsjahr informierte in der Marktgemeinderatssitzung noch mal Anette Grimm.
Im vergangenen Jahr zog das Museumsbüro aus dem Dachgeschoss im Rathaus in das Gebäude der Tourist-Information um, informierte die Museumsleiterin. Hervorragend sei die Zusammenarbeit mit der Tourist-Info. Auch erinnerte sie an die Sonderausstellung 2025 zum Jubiläumsjahr der Gemeinde mit 900-jährigem Bestehen und 60-jähriger Markterhebung mit einer interessanten Fotoausstellung. Die Fotos stammten aus der Topothek und der privaten Sammlung von Dieter Rossner. Die Museumsleiterin informierte weiter über die Hör- und Mitmachstationen der Ausstellung, die vor allem die Ausstellung für Kinder und Familien attraktiv gestalten sollte. An Besuchern konnte in etwa 4.800 gezählt werden und man bewegte sich damit im normalen Rahmen von rund 5.000 Gästen. Das Vermitteln wurde mit weiteren Angeboten für Kinder vergrößert. So gebe es Entdeckerkarten und Hörstationen und im Bereich der Inklusion wurde eine Beschreibung in leichter Sprache erstellt. Zudem wurde eine Registrierkasse, wie vom kommunalen Prüfungsverband gefordert, angeschafft und ein EC-Terminal ermöglicht nun das bargeldlose Bezahlen des Eintritts. Als gut erwiesen habe sich die Teilnahme an der Chiemgau-Karte. Eine Bereicherung sei die neue Kugelbahn. Anette Grimm betonte, dass das filigrane Aussehen der Bahn das Gesamtensemble des Museums nicht beeinträchtige. Letztlich informierte Anette Grimm, dass sie sich im März in den Ruhestand verabschiedet. Es sei ein interessanter und abwechslungsreicher Arbeitsplatz gewesen. Sie dankte den Mitarbeitern, freute sich, dass Andreas Weißer nun die Leitung übernehme und auch, dass Valentin Diem weiterhin die Stellvertretung habe.
Auf seine neue Aufgabe bereitet sich Weißer, der seit 20 Jahren in Mietenkam lebt und zwei kleine Kinder hat, mithilfe von Anette Grimm vor. Er habe in München studiert und sich 2002 als Grafik- und Webdesigner selbstständig gemacht. Die Stellenausschreibung habe ihn sehr angesprochen und so freue er sich auf seine Aufgabe. Zudem werde derzeit eine Sonderausstellung vorbereitet, die dann ab 1. Mai zur nächsten Museumssaison gezeigt wird.
Bürgermeister Stefan Kattari bedauerte den Renteneintritt von Anette Grimm, auch weil er die Zusammenarbeit sehr geschätzt habe. Als Museumsleiterin sei ihr der museumspädagogische Ansatz wichtig gewesen.tb