Zähler orten Lecks automatisch

von Redaktion

Reit im Winkl modernisiert Wasserversorgung und wird von Altlastenverdacht entbunden

Reit im Winkl – Von einer Umstellung auf Funkzähler bei der gemeindlichen Wasserversorgung berichtete Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in der Sitzung des Gemeinderats. Dies geschah beim Tagesordnungspunkt Bekanntgaben und aktuelle Informationen. Außerdem ging es dabei um die Entlassung aus einem Altlastenverdacht und um die Langlaufwoche „Rauszeit“.

Lecks automatisch
aufspüren

Die Wasserzähler müssen bislang gemäß Schlechters Worten im Turnus von sechs Jahren durch das Wasserwerk ausgetauscht werden. Die Haushalte, die den Wasserverbrauch nicht zurückmelden, werden vom Wasserwerk aufgesucht. Falls mehrmals niemand erreicht wird, schätzt die Verwaltung den Verbrauch.

Die Umstellung auf Funkzähler ist mit den Nachbargemeinden Unterwössen und Grassau geplant. Durch die Zusammenarbeit können wirtschaftliche Vorteile erzielt werden. Bei den Funkzählern kann die Eichzeit auf bis zu 15 Jahre verlängert werden.

Die Einführung der Funkzähler wird auf drei Jahre verteilt, jährlich sollen 250 Zähler ausgetauscht werden. Für das Ablesen der Funkzähler fährt das Wasserwerk mit einem Laptop durch die Straßen, die Daten werden während der Durchfahrt eingelesen.

Ein weiterer großer Vorteil der Umstellung auf diese Zähler ist, dass in den Geräten ein Geräuschlogger eingebaut ist. Dieser ermöglicht eine Leckortung, indem die Daten mit den umliegenden Zählern verglichen werden und so ein Rohrbruch eingegrenzt werden kann. Durch die Umstellung auf Funkzähler belaufen sich die Kosten auf rund 6.000 Euro im Jahresschnitt, gerechnet auf 15 Jahre. Eine weitere Information betraf die Altablagerung „Alte Schinderlahn“. In dieser wurden bis zum Jahr 1970 Hausmüll, Erdaushub, Bauschutt und gewerbemüllähnliche Abfälle abgelagert. Betreiber der ehemaligen Hausmülldeponie war die Gemeinde Reit im Winkl. Zur Erhebung des Gefährdungspotenzials wurde 2007 im Auftrag des Landratsamts Traunstein eine historische Erkundung durchgeführt, gefolgt von einer Orientierungsuntersuchung im Auftrag des Wasserwirtschaftsamts Traunstein im Jahr 2009. Aufgrund des dadurch bestätigten Altlastenverdachts wurde 2009 eine Detailuntersuchung durchgeführt, die durch weitere Untersuchungen im Jahr 2012 ergänzt worden ist.

Im weiteren Verlauf wurde eine Sanierungsplanung erstellt und eine Deponiesanierung zur Böschungssicherung gegen Erosion durchgeführt. Im Anschluss daran schloss sich ein Monitoring auf die Dauer von fünf Jahren an. Dieses wurde 2024 abgeschlossen. Ergänzend hat das Landratsamt Traunstein eine abschließende Stellungnahme des Gesundheitsamtes eingeholt. Diese liegt nun vor und die Gemeinde wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Altlastenverdacht entlassen. Im Falle etwaiger Umnutzung der Grundstücke oder bei Durchführung von Tiefbauarbeiten ist jedoch eine neuerliche bodenschutzrechtliche Bewertung zu veranlassen.

Weiter ging Bürgermeister Schlechter auf die Ende Januar durchgeführte Langlaufwoche „Rauszeit“ ein. Mit Unterstützung der Hauptsponsoren sei den Langlaufinteressierten und Gästen wieder eine abwechslungsreiche Woche unter dem Motto „Sport & Genuss“ angeboten worden. Er dankte den Verantwortlichen für ihr Engagement. Vor allem Andi Mühlberger mit seiner Familie, den freiwilligen Helfern und den Mitarbeitern der Tourist-Info sei es zu verdanken, dass eine von allen Teilnehmern sehr gelobte Veranstaltung in dieser Qualität durchgeführt werden konnte.

Gemäßigte
Wahlplakatierung

Ein Lob sprach der Bürgermeister auch den Reit im Winkler Wahlgruppierungen der kommenden Kommunalwahl aus. Wie schon bei den vergangenen würden sie auch bei der heurigen Wahl zugunsten des Ortsbildes auf eine überbordende Plakatierung im Ort verzichten. Wieder werde lediglich auf den Plakatwänden am Rathaus geworben.

Artikel 1 von 11