Chieming – Vor sechs Jahren war die Bürgermeisterfrage in Chieming bis zum Schluss völlig offen. Erst in der Stichwahl hatte Stefan Reichelt (CSU) am Ende im März 2020 mit 54,4 Prozent im Duell mit Sebastian Heller von den Grünen (45,6 Prozent) knapp die Nase vorn.
2026 ist das anders. Amtsinhaber Stefan Reichelt (56) ist am 8. März der einzige Kandidat für den Bürgermeisterposten. Einer zweiten Amtszeit scheint nichts im Wege zu stehen. Wir haben Stefan Reichelt gefragt: Was wollen Sie für Chieming? Da ist seine Antwort.
Reichelt: Ich möchte weiterhin Bürgermeister bleiben, weil mir dieses Amt unglaublich viel Freude macht und ich noch einiges vorhabe. Weiterhin zuhören, abwägen, entscheiden und verlässlich umsetzen.
In den letzten Jahren wurden wichtige Themen angestoßen – mir ist wichtig, dass wir diesen Weg mit Augenmaß fortsetzen und Chieming gut weiterentwickeln, ohne dass es seinen Charakter verliert. Mir ist wichtig, die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde zu sichern – dazu gehört, das Gewerbe in Chieming zu stärken. Denn unsere Betriebe schaffen wohnortnahe Arbeitsplätze und tragen wesentlich zur Entwicklung der Gemeinde bei. Bei der Mobilität wollen wir neue Wege weitergehen: Das Carsharing-Angebot (seit 2025) ist ein guter Baustein, und mit dem On-Demand-Verkehr „Traudl“ (Start im zweiten Quartal 2026) denken wir Mobilität flexibler – solche innovativen Konzepte möchte ich weiter unterstützen.
Chieming für alle
lebenswert erhalten
Beim Thema Wohnen geht es darum, Chieming für alle Generationen lebenswert zu halten. In den vergangenen Jahren konnten wir vielen Familien durch die Vergabe von vergünstigtem Bauland den Schritt ins Eigenheim ermöglichen – auch künftig soll Wohnen in Chieming bezahlbar bleiben.
Zugleich möchten wir unsere gute Infrastruktur langfristig sichern und weiterentwickeln: Schulen und Kitas, Gesundheitsversorgung, Einzelhandel, Gastronomie sowie Freizeit- und Tourismusangebote. Und wir stärken Vereine und Ehrenamt, denn ohne dieses Engagement wäre unsere Gemeinschaft nicht denkbar.
Nachhaltigkeit bleibt dabei Leitlinie: Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, LED-Umrüstung und weitere Maßnahmen zeigen, dass wir Verantwortung für unsere schöne Heimat übernehmen – und das soll so bleiben.