„Ein besonders schönes Stück Erde“

von Redaktion

Die Jagdgenossenschaft Prien-Atzing blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei der Jahresversammlung wurde nicht nur über Drohneneinsätze berichtet, sondern auch ein 150-Kilo-Keiler als Jagdessen serviert.

Prien – Das gute Miteinander von Landwirten, Wald- und Grundbesitzern sowie Jägern ist ein stetes Anliegen bei der Jagdgenossenschaft Prien-Atzing. Sichtbar wird dies traditionell bei der jährlichen Zusammenkunft für ihre Mitglieder, die insgesamt 600 Hektar jagdbare Fläche haben.

„Zufriedenstellender“
Jahresrückblick

Themen während des Jahres für Jagdgenossenschaft und Jäger sind unter anderem gemeinsame Waldbegehungen, die auch heuer wieder vorgesehen sind. Des Weiteren gehören die Erfüllung des Abschussplans und die Ergebnisse des Vegetationsgutachtens in guter Abstimmung mit dem Revierförster und der Unteren Jagdbehörde zu den Vereinsaufgaben. „Für unsere beiden Jagdbögen haben wir auch heuer wieder zufriedenstellende Ergebnisse erzielt“, so Vorsitzender Albert Niedermayer zusammenfassend.

Im vergangenen Jahr kam es erstmals zum Vorschlag der Jäger, eine Drohne zur Rehkitzermittlung und zu deren Rettung anzuschaffen. 1.000 Euro gab es von der Jagdgenossenschaft als Starthilfe für das 6.000 Euro teure Gerät. Aufgrund der bewährten Einsätze der Drohne und der stabilen Kassenlage wurde einstimmig für dieses Jahr ein weiterer Zuschuss in Höhe von 500 Euro befürwortet. Für die Jägerschaft präsentierte Michael Schlosser neben den Bildern von den Drohneneinsätzen auch eingefangene Impressionen der Wildkameras. Aufgrund dieser gelang es, einem schon länger durch seine hinterlassenen Spuren bekannten Keiler aufzulauern. Das Wildschwein mit einem Lebendgewicht von 150 Kilogramm konnte im Kirchwald von Michael Schlosser erlegt werden und es war auch Hauptteil des Jagdessens. Zum Erlegen der Wildsau, die während des Sommers immer wieder im Revier auftauchte, sagte Schlosser: „Zuletzt war es vor 15 Jahren, dass wir eine Wildsau erwischten.“

Die Pächter- und Jägergemeinschaft dankte der Bäuerin Maria Riepertinger dafür, dass sie sich um zwei Schulklassen gekümmert hat, die sich Waldaufgaben stellten. Zudem wurde bekannt gegeben, dass für die Waldbesitzer Verbissschutzmittel zur Verfügung stehen.

Zu den Gästen der Atzinger Jagdversammlung gehörte auch Priens Pfarrer Philipp Werner als Waldbesitzer aufgrund einer Stiftung. Bei seinem Grußwort sagte er: „Die Teilnahme an einem Jagdessen ist für mich eine neue Erfahrung, den Kirchwald schätze ich inzwischen als ein besonders schönes Stück Erde“.

1.500 Euro für
die Rehkitzrettung

Einen Dank für die Einladung und für das gute Essen sprach im Namen der Gemeinde Prien deren Dritter Bürgermeister Martin Aufenanger aus. Auch Anton Stein, als Vertreter der Kirchenverwaltung Beauftragter für den Kirchwald, dankte für das gute Einvernehmen mit Waldbesitzern und Jägern.

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