Traunstein – Walburga Mörtl-Körner, Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen und aktuell „Vize“-Bürgermeisterin im Traunsteiner Rathaus, will Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt werden und stellt sich – wie schon 2020 – zur Wahl. Wir haben sie gefragt: Was wollen Sie für und in Traunstein in die Waagschale werfen? Das ist ihr Beitrag.
Mörtl-Körner: Grün macht den Unterschied. Seit über 18 Jahren setze ich mich für unsere Stadt ein, seit sechs Jahren bin ich Zweite Bürgermeisterin. Mein Antrieb: Alle Menschen sollen hier gut und gerne leben und arbeiten. Und das jetzt und in der Zukunft.
Traunstein hat sich die letzten Jahre positiv entwickelt, aber wichtige Entscheidungen verpasst. Daraus ergibt sich für mich ein klarer Auftrag für die nächsten sechs Jahre.
Saubere Energie und
bezahlbarer Wohnraum
Ich möchte, dass Traunstein sich gut aufstellt: saubere Energieerzeugung durch unsere Stadtwerke, Umsetzung des erarbeiteten Klimaplans und bezahlbarer Wohnraum durch unsere Wohnbaugesellschaft.
Ich möchte den Klimaplan der Stadt konsequent umsetzen für Klima und Wirtschaft. Klimaresilienz erfordert mehr Grünflächen, zum Beispiel entlang der Herzog-Friedrich-Straße. Für unseren Stadtwald gilt der naturnahe, klimaresistente Waldumbau.
Die Stadtwerke sollen verstärkt in erneuerbare Energien investieren, in Windkraft mit Bürgerbeteiligung, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und dazu Speicherkapazitäten schaffen. Diese Wertschöpfung in der Region ist Klimaschutz und bringt Einnahmen für die Stadt, Unabhängigkeit und stärkt den Wirtschaftsstandort.
Der Strom muss bezahlbar bleiben.
ÖPNV-Angebote, Rufbus-Konzepte vorantreiben, neue Mobilitätslösungen schaffen und Fahrradstraßen weiterentwickeln – das wird uns herausfordern, wie auch die Sanierung des Parktunnels am Bahnhof.
Der Neubau von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum muss weitergeführt werden, ebenso das Quartiersmanagement.
Hier steht Traunstein vor großen Aufgaben.
Unsere Stadt lebt vom Ehrenamt. Vereine und Engagement sowie ein vielfältiges Kulturangebot wollen wir stärken.
Unser Jugendzentrum hat viel Potenzial, das wir entfalten möchten. Junge Menschen müssen in der Stadtpolitik mitgedacht werden.
Große Ziele erreicht man nicht alleine. Ich möchte die Traunsteinerinnen und Traunsteiner mitnehmen und die nötigen Mehrheiten erarbeiten. Dafür ist mir ein gemeinsames und respektvolles Miteinander die Grundlage.