Altes Schulgebäude in Bergen wird umgebaut

von Redaktion

Gemeinde investiert Millionen und behält die Mittagsbetreuung bei

Bergen – Das historische Schulhaus wurde in den vergangenen Jahren aufwendig saniert. Nun steht das linke Gebäude, die neue Schule aus den 80er-Jahren, auf dem Plan. Hier werden neue Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung geschaffen. Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab Schuljahresbeginn besteht bereits.

Der Gemeinderat beriet, ob die Mittagsbetreuung, die sich in Bergen seit Jahren bewährt hat, fortgeführt oder eine Offene Ganztagsschule eingeführt wird. Einhellig entschied sich der Rat für eine Mittagsbetreuung. Dem ersten Jahrgang wird ein Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung gewährt. Diesem Anspruch wird schon heute durch die Mittagsbetreuung Rechnung getragen.

Die Mittagsbetreuung habe sich über die Jahre etabliert, so Schneider, was sich auch in den Zahlen deutlich zeigt. Die Grundschule Bergen besuchen 125 Kinder und über 80 nutzen die Mittagsbetreuung. Mehr Kinder können derzeit auch nicht aufgenommen werden. Der Schulhausbau werde gefördert, wenn neue Ganztagsplätze geschaffen werden, so Schneider. Für den Umbau und die Ausstattung der Schule sind in den nächsten Jahren vier Millionen Euro vorgesehen. Diese zusätzlichen Betreuungsplätze werden auch benötigt, denn in den vergangenen beiden Coronajahren erhöhte sich die Geburtenzahl auf 50 und 51, und so wird sich auch die Schülerzahl in den kommenden Jahren erhöhen. Weiter berichtete der Rathauschef, dass folglich 160 Plätze als Bedarf angemeldet, genehmigt und auch gefördert werden.

Der Unterschied zwischen Mittagsbetreuung und offener Ganztagsschule sei nicht groß, so Schneider. Die Mittagsbetreuung sei flexibler und sozial- und freizeitpädagogisch ausgerichtet. Das Mittagessen ist nur für die langen Gruppen verbindlich. In der offenen Ganztagsschule liegt der Fokus auf der Hausaufgabenbetreuung. Die offene Ganztagsschule ist kostenfrei, während für die Mittagsbetreuung die Eltern einen Betrag leisten müssen.

Für die Buchungszeit von 11 bis 14 Uhr werden 53 Euro und für die lange Buchungszeit bis 15.30 Uhr 73 Euro fällig. Laut Schneider liege der Elternwunsch bei einer Mittagsbetreuung. Sind alle Eltern einverstanden, könne es bei 15.30 Uhr bleiben, ansonsten erhöht sich die Buchungszeit auf 16 Uhr. Wie Monika Mitterer (Grüne Liste), ehemalige Schulleiterin, wusste, wollen die Eltern lieber eine Mittagsbetreuung, die bei den Buchungszeiten flexibler ist.

Ob auch in den Ferien eine Betreuung besteht, interessierte Herbert Berger (ÜW). Bisher wird die Mittagsbetreuung nur während der Schulzeit angeboten. Die Ferienbetreuung sei ein eigenes Thema, denn auch in den Ferien gebe es ein Recht auf Betreuung.

Hierfür übernimmt der Staat jedoch keine Förderung, informierte der Rathauschef. Auch müsse die Betreuung nicht im Ort sein. Zumutbar ist ein Fahrweg bis zu 30 Kilometern in eine Betreuungseinrichtung. Dieses Thema der Ferienbetreuung müsse im Schulverbund gelöst werden, so Schneider.

In den derzeit aktuellen Betreuungskosten ist die halbe Stunde Erhöhung der Betreuungszeit noch nicht eingerechnet. Die Kosten der Betreuung für fünf Tage pro Woche und bis 14 Uhr bleiben bei 53 Euro. Verändern werden sich die Gebühren für die lange Gruppe, je nachdem, wie viele Tage benötigt werden. Bei zwei Tagen die Woche werden 50 Euro fällig, für drei Tage Betreuung zahlen Eltern 63 Euro, vier Tage kosten 68 Euro und fünf Tage 73 Euro.

Die Gebühren gestalten sich damit flexibler und nach Buchungsbedarf. Damit bleibe das Angebot bedarfsgerecht und familienfreundlich, so der Rathauschef. Das Mittagessen muss, wie bereits jetzt, von den Eltern zusätzlich gebucht und gezahlt werden.

Einstimmig votierte der Bergener Gemeinderat für die Beibehaltung der Mittagsbetreuung. Das sechsköpfige Team der Mittagsbetreuung wird demzufolge auch erhalten bleiben. tb

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