Breitbrunn – Bislang bestand das Straßenbestandsverzeichnis der Gemeinde Breitbrunn nur in analoger Form, verfasst auf sogenannten Bestandsblättern in Papierform und im Keller der Gemeindeverwaltung untergebracht. Der Bestand rühre in seinen Anfängen aus den Jahren 1962/1963 her, erläuterte Joachim Kaiser von der Bauverwaltung die Historie der „Kellerschätze“. Nun werden alle Straßen digitalisiert, der Rat stimmte für die Annahme des Angebots der Firma Riwa in Höhe von 7.500 Euro brutto.
Das Straßenbestandsverzeichnis der Gemeinde, das alle Straßenklassen umfasst, war bislang in analoger Form geführt worden und ist ein wichtiges Instrument zur Verwaltung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. Joachim Kaiser erinnerte an das Alter mancher dieser Bestandsblätter und daran, dass die Gemeinde die Kanäle und auch die Bebauungspläne schon digital habe erfassen lassen. Mit dem Erwerb des neuen Moduls und der digitalen Erfassung sei es möglich, das Straßen- und Wegenetz, einschließlich der Widmung, in das bestehende GIS-System zu integrieren. Kaiser ergänzte, dass die Verwaltungsgemeinschaft dieses Modul kaufen und auch die Bestandserfassung bezahlen werde. Er bezifferte den Bestand auf etwa 42 Straßen. Mit dem neuen Programm könnten künftige Widmungen von der Verfügung bis zum fertigen Bestandsblatt bearbeitet werden. Karl Stettner von der Breitbrunner Bürgerleiste fragte nach den gemeindlichen Feldwegen. Kaiser bestätigte ihm, dass man damit festhalten könne, wo genau diese sich befinden und ob „es sie überhaupt noch gibt“. Damit sprach er den Umstand an, dass sich die Natur nicht genutzte Feldwege auch einfach „zurückholt“. Kaiser bezifferte das Angebot zur Ersterfassung auf 7.500 Euro brutto. „Das ist natürlich schon ein Haufen Geld“, so Bürgermeister Anton Baumgartner, aber „bis jetzt gehst du wegen der Straße in den Keller hinunter“, und letztlich würden alle Papierunterlagen digitalisiert werden.
Abgerechnet wird nach der tatsächlichen Stückzahl der vorhandenen Bestandsdatenblätter und Eintragungsverfügungen sowie der Zahl der zu erstellenden Grafiken und etwaigen Besprechungs- und Fahrtkosten. Der Gemeinderat genehmigte die Auftragsvergabe. daa