Ruhpolding – Justus Pfeifer, seit 2020 im Amt, will Bürgermeister bleiben. Er tritt für CSU und die unabhängige Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) an. Wir haben ihn gefragt: Was wollen Sie weiterhin für und in Ruhpolding tun? Das ist seine Antwort.
Pfeifer: Das Bürgermeisteramt ausüben zu dürfen, ist für mich eine große Ehre. In den vergangenen sechs Jahren konnten wir gemeinsam viel für Ruhpolding erreichen: die Reaktivierung des Unternbergs, die Eröffnung einer Drogerie, die Ansiedlung einer Hochschule, über 100 neue Krippen- und Kindergartenplätze, den neuen Kunstrasenplatz für unseren Sportverein und den Erwerb des Gewerbegebiets Neustadl, um den heimischen Familienbetrieben langfristige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
Ich kandidiere nicht erneut, weil alles perfekt ist, sondern weil noch viel Arbeit vor uns liegt. Unsere Gemeinde hat großes Potenzial, das wir verantwortungsvoll und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten in die Zukunft führen müssen. Dafür möchte ich mich weiterhin mit voller Kraft einsetzen und das Beste für Ruhpolding bewegen.
Dabei ist es mir besonders wichtig, das zu bewahren und zu stärken, was unsere Gemeinde ausmacht. Besonders schätze ich den starken Zusammenhalt, das ausgeprägte Vereins- und Ehrenamtswesen sowie das gelebte Miteinander.
Die Menschen, die hier leben, machen diesen Ort zu einer echten Heimat – durch Engagement, ihre Kultur und ihren Gemeinschaftssinn. Hinzu kommt unsere einzigartige Naturlandschaft, die wir bewahren und verantwortungsvoll nutzen wollen.
Vor diesem Hintergrund stehen in den kommenden Jahren zentrale Zukunftsprojekte an. Im Fokus stehen unsere Pflichtaufgaben, insbesondere Investitionen in die Wasser-, Kanal- und Kläranlage sowie die Sanierung und Erneuerung der Feuerwache und unserer Kindergärten.
Ebenso wichtig ist die Sanierung des Vita Alpina mit Freibad sowie die Modernisierung und der Ausbau unseres Kulturzentrums. Den dort ansässigen Vereinen und Institutionen möchte ich weiterhin eine Heimat bieten und zusätzlich einen modernen, bedarfsgerechten Veranstaltungssaal schaffen. Für dieses Projekt ist bereits eine Förderung von mindestens 80 Prozent zugesagt. Gemeinsam möchte ich unsere Gemeinde weiterhin zukunftsfähig gestalten.