Prien – Der Leiter der Abteilung Tourismus, Kultur und Wirtschaftsförderung, Tobi Huber, stellte im Gemeinderat jüngst die Ergebnisse der Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus für 2024 vor, die alle fünf Jahre erhoben werde. Damit solle die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Prien aufgezeigt werden.
Die Daten belegten, dass der Bruttoumsatz des Tourismus pro Einwohner in Prien bei knapp 13.000 Euro, während er im gesamten Gebiet des Chiemsee Alpenlands bei nur knapp 3.000 Euro liege. Dies zeige, welche Bedeutung der Tourismus für Prien habe und der Markt eine der größten Destinationen in der Region sei. Der Bruttoumsatz habe im Jahr 2024 bei 140 Millionen Euro gelegen und damit rund 18 Millionen Euro über dem Wert aus 2019 mit 122 Millionen Euro. Die touristische Wertschöpfung sei von 66 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahre gestiegen. Die Aufenthalte pro Einwohner seien zwar von 209 auf 198 Tage gesunken, jedoch hätten sich die Übernachtungen von 81 Millionen Euro auf 96 Millionen Euro erhöht. Der Umsatz der Tagesgäste seien von rund 41 Millionen Euro (2019) auf rund 44 Millionen Euro (2024) gestiegen. Würde man die Einnahmen auf ein Einkommen pro Mitarbeiter umrechnen, könnten 2.056 Menschen davon leben.
Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) ergänzte, damit sehe man, wie wichtig der Tourismus für den Markt sei und wie viele Arbeitnehmer davon abhängig seien. Der Einzelhandel profitiere ebenso wie die Gastronomie davon, die ohne Urlauber in diesem Umfang nicht vorhanden wäre. Natürlich gebe es auch Belastungen – etwa im Verkehr. Aber Prien sei nun einmal ein Tourismus-Ort.
Der Wirtschaftsreferent Gunther Kraus (CSU) sagte, der Tourismus trage zur Lebensqualität bei. Sorge hätte er nicht aufgrund des Verkehrsaufkommens, sondern dann, wenn die Straßen leer seien. Alle Bürger hätten etwas davon, auch, wenn sie nicht direkt im Tourismus arbeiten würden. Der Punkt stand zur Kenntnisnahme. wp