Gstadt – Drei Varianten für die Fassadengestaltung der Erweiterung für den Feuerwehranbau ans Gemeindehaus in Gollenshausen hatten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung zur Auswahl. Es wurde zwischen den Gstadter Räten lebhaft diskutiert und Argumente abgewogen. Die „vollständige Putzfassade“ machte letztlich das Rennen, dagegen stimmten Georg Anderl und Christian Summerer (beide Bürgerliste).
Daniel Egger stellt
Möglichkeiten vor
Zu Beginn der Sitzung bat Bürgermeister Bernhard Hainz, über eine Änderung der Tagesordnung abzustimmen, damit Daniel Egger vom „Architekturbüro Begs“ die Planungen für die Fassadengestaltung des FFW-Anbaus frühzeitig vorstellen könne. Dem kam der Rat nach, und so ging Egger auf die Fassade beziehungsweise die Gestaltungsmöglichkeiten ein.
Mit dabei hatte er auch den Freianlagen-Lageplan. Er betonte, dass sich beim Grundriss für den Erweiterungsbau nichts geändert habe. Geändert worden sei aber die Anzahl der Parkplätze und hinter dem Haus verlaufe nun ein neuer Weg. Hauptaugenmerk schenkten aber die Räte den Vorschlägen zur Fassadengestaltung. Egger präsentierte eine „schlichte“ Variante, die eine durchgängige Putzfassade vorsah. Als zweiten Vorschlag sah der Plan der Architekten eine Fassadengestaltung durchgängig mit Holz vor, was einen der Räte zu der Äußerung veranlasste: „das sieht aus wie ein Stall“. Auf Nachfrage erklärte Egger, dass eine Holzverschalung um circa 16.000 Euro teurer sei als eine Putzfassade. Dazwischen läge die Möglichkeit, nur einen Teil des Erweiterungsanbaus mit Holz zu verkleiden. „Dann liegen natürlich auch die Kosten dazwischen“, so Egger.
„Holz muss gepflegt werden“ und „alle vier Jahre gestrichen“, zeigte sich Hartmut Distler (Freie Wählergemeinschaft) skeptisch und erklärte, deshalb würde ihm die verputzte Form mehr zusagen. Dominikus Schneider, Dritter Bürgermeister (Freie Wählergemeinschaft), sah dies genauso.
Außerdem wies er darauf hin, dass die Gemeinde bei einer Putzfassade mehr gestalterischen Spielraum habe und farblich mehr auf das Gemeindehaus abstimmen könne. Das sah Bürgermeister Hainz genauso. „Die farbliche Gestaltung haben wir in der Hand“, so Hainz und er wies darauf hin, dass der Gemeinderat nun wisse, um wie viel die Holzfassade teurer werde.
„Mein Favorit ist die Lerchenverschalung“, unterstrich Christian Summerer (Bürgerliste) und sah diese als wetterbeständiger an. Bezüglich eines möglichen Hagelschlags waren er und Distler nicht einer Meinung. „Den Hageleinschlag siehst du immer“, war sich Distler sicher.
„Wir sind dem
Steuerzahler verpflichtet!“
Michael Rappl (Freie Wählergemeinschaft) brachte dann die Holz-Putz-Variante ins Spiel. An dieser Stelle erklärte Bürgermeister Hainz: „Wir sind als Gemeinde dem Steuerzahler verpflichtet!“ Er betonte die Bedeutung einer guten Ausrüstung der Feuerwehr als oberste Prämisse und zog einen Vergleich zu den Mehrkosten durch eine Holzfassade in Höhe von 16.000 Euro. Daher sprach er sich ebenfalls für eine Putzfassade aus. Joachim Kaiser von der Verwaltungsgemeinschaft und zuständig für die Bauverwaltung formulierte die Beschlussvorlage und die Mehrheit der Räte im Gemeindehaus in Gollenshausen sprach sich für einen Feuerwehranbau ohne Holz aus.