79 Grassauer Imker betreuen 468 Bienenvölker

von Redaktion

Züchter erweitern Bienenschauhaus dank Spenden – Führungen beginnen ab Mitte Mai

Grassau – Der Imkerverein Grassau blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Bei der gut besuchten Jahresversammlung im Gasthof Sperrer wurde besonders die Erweiterung des Bienenschauhauses hervorgehoben. „Dies wäre ohne die tatkräftige Mithilfe der Vereinsmitglieder nicht möglich gewesen“, betonte die Vorsitzende Petra Reiter. Sie begrüßte neben den Mitgliedern und Vereinsvorständen umliegender Imkervereine auch den Bauernobmann von Grassau.

Reiter hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Die Zusammenarbeit der Imker mit der Landwirtschaft ist ein untrennbares Band, welches es zu wahren gilt.“ Luise Mitterreiter, Bienensachverständige beim Verband bayerischer Bienenzüchter, Kreisverbandsvorsitzende Traunstein und engagierte Imkerin, hielt einen interessanten Fachvortrag.

Der Verein betreut derzeit 79 Mitglieder, die gemeinsam 468 Bienenvölker halten. Obwohl der Honigertrag im Jahr 2025 eher mangelhaft war, gab es dennoch Grund zur Freude.

Im vergangenen Jahr wurde das Schaubienenhaus des Imkervereins Grassau mit tatkräftiger Mithilfe aller Mitglieder um 20 Quadratmeter erweitert. Die Vorsitzende informierte, dass der Imkerverein sich seit Langem stark in der Nachwuchsarbeit und der Fortbildung seiner Mitglieder engagiert. Aufgrund kontinuierlich steigender Imkerzahlen sowie für die nachhaltige Fort- und Weiterbildung wurde dieser Anbau benötigt. Nun finden auch die vereinseigene Honigschleuder und eine kleine Küchenzeile im Haus Platz. Der Anbau wurde durch die Spendenbereitschaft einiger Grassauer Gewerbebetriebe und Privatpersonen sowie durch eine Förderung des Ökomodells Achental ermöglicht. Reiter dankte allen Förderern und Gönnern. Der Anbau wurde am Tag der offenen Tür mit einem kleinen Fest präsentiert, wobei der Strom der Neugierigen und Interessierten den ganzen Tag über nicht abriss.

Petra Reiter informierte zudem, dass die Führungen am Schaubienenhaus ab dem Samstag, 16. Mai, bis Anfang August jeden Samstag für Einheimische und Gäste unter fachkundiger Leitung von erfahrenen Vereinsmitgliedern wieder angeboten werden. Auch am Kinderferienprogramm wird mitgearbeitet.

Der Verein beabsichtigt, die Königinnenzucht nachhaltig weiterzuführen. Aller Voraussicht nach wird der Verein ein gekürtes Leistungsvolk des Bezirks Oberbayern erhalten. Neben den zwei ohnehin vorhandenen Zuchtvölkern garantiert das zusätzliche Leistungsvolk hervorragendes Zuchtmaterial. Ansprechpartner und verantwortlich hierfür sind die beiden Imker Matthias Aigner und Martin Heiß. Die Termine für die Zuchtstoffabgabe werden entsprechend kommuniziert, sodass alle Vereinsmitglieder die Möglichkeit haben, bestes Bienenmaterial zu erhalten.

Kassier Martin Plenk trug die ansonsten nüchternen Zahlen aus dem vergangenen Bienenjahr kurzweilig und anschaulich vor. Der Imkerverein stehe finanziell auf sehr soliden Füßen, was unter anderem der disziplinierten Arbeit der Vereinsvorstandschaft zu verdanken sei, so Plenk. Er nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei seiner „Chefin“ Petra Reiter für ihr Engagement und ihre gewinnbringende Art. Des Weiteren bedankte sich der Kassier beim Markt Grassau für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Bei Problemen finde der Imkerverein jederzeit ein offenes Ohr bei Bürgermeister und Verwaltung. „So macht Vereinsarbeit Spaß. Hand in Hand und alle miteinander“, lobte er.

Bevor Luise Mitterreiter das Wort übergeben wurde und sie in sympathischer und anschaulicher Art durch das Bienenjahr führte, wurden die Vereinsmitglieder geehrt. Die Vorstandschaft konnte Stefan Leutner und Ramona Wierer für jeweils 15 Jahre Mitgliedschaft auszeichnen. Eine besondere Ehrung kam Sepp Fellner zu, der krankheitsbedingt diese nicht selbst in Empfang nehmen konnte. Er ist seit 75 Jahren im Verein Mitglied. In dieser Zeit war er viele Jahre Zweiter Vorsitzender und eine treibende Kraft im Imkerverein. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde ihm gedankt. Nach dem Fachvortrag wurde im Nachgang noch eifrig fachlich diskutiert. tb

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