79 Musiker mit Harfe, Hackbrett und Co. spielen auf

von Redaktion

Öffentliches Abschlusskonzert des 28. Volksmusikseminars in Altenmarkt erfreut das Publikum

Altenmarkt/Traunstein – Auf Einladung von Seminarleiterin Annemarie Bayerl verbrachten zahlreiche Musikanten aus nah und fern auch heuer wieder ein ganzes Wochenende in der Altenmarkter Grundschule, um die traditionelle Volksmusik mit Leben zu erfüllen, in kleinen Spielgruppen und im großen Orchester zu musizieren und sich mit fachkundigen Referenten und auch untereinander auszutauschen. Manche der 79 Teilnehmer hatten sogar weite Anreisen von bis zu 500 Kilometern auf sich genommen beziehungsweise freiwillig in der Turnhalle übernachtet, um bei der 28. Ausgabe des Volksmusikseminars dabei zu sein.

Ob Anfänger oder Könner, Erstklässler oder Senior, jeder war willkommen und jeder fand mithilfe der erfahrenen Referenten die passenden Mitspieler. Natürlich hatten die Teilnehmer den Anspruch, ihr Können an ihrem Instrument noch zu verbessern, was ihnen auch gelang, doch das Wichtigste waren wieder der Spaß und die Freude am gemeinsamen Musizieren. Dies wurde auch beim gut besuchten öffentlichen Abschlusskonzert in der Turnhalle deutlich, bei dem sich die neun Instrumentalgruppen den Applaus redlich verdienten. Besonders eindrucksvoll waren die beiden Orchesterwerke zu Beginn und zum Abschluss, die unter der Leitung von Referentin Angelika Weber (Harfe, Hackbrett und Querflöte) aus Feldkirchen-Westerham beziehungsweise der Seminarleiterin und Referentin Annemarie Bayerl (Blockflöte, Querflöte und Hackbrett) aus Trostberg von allen Musikanten gemeinsam gespielt wurden – was für ein tolles Klangerlebnis.

Auffallend war heuer die wundersame Vermehrung der Tischharfen, die unter der Leitung von Referentin Heike Eisenhuth (Tischharfe) aus dem hessischen Wiesbaden gleich zu Beginn klangvoll zum Einsatz kamen. Es folgte der stimmungsvolle Auftritt von fünf Hackbrettspielern samt feiner Harfenbegleitung und Glockenspiel unter der Leitung von Angelika Weber. Nachdem der flotte süditalienische Volkstanz „Tarantella“ verklungen war, schwappte erstmals die La-Ola-Welle durch die Halle inklusive des obligatorischen Ausrufs „Ausgezeichnet, Danke, Bitte“.

Die Gruppe von Referentin Sabine Riemer (Hackbrett, Zither und Harfe) aus Hebertsfelden, bestehend aus drei Zithern, Blockflöte, Hackbrett und Harfe, sorgte mit der Française-Polka für beste Unterhaltung. Die aus zwei Stubn-Musi-Formationen bestehende Instrumentalgruppe von Referentin Ilona Seidel (Hackbrett, Zither und Blockflöte) aus Kühbach intonierte schließlich noch eine pfiffige Faschingspolka, gefolgt vom Marsch „Gut-Klang“, den die Gruppe von Referent Günter Schatz (Akkordeon und Gitarre) aus Rechtmehring mit Flöten, Klarinette, Akkordeons und Gitarre zum Besten gab. Das Publikum sang hier nochmals gerne mit. Für den stimmungsvollen Abschluss sorgten dann, wie eingangs schon erwähnt, alle Musiker zusammen unter der Leitung von Dirigentin Annemarie Bayerl.

Das diesjährige Volksmusikseminar hielt neben dem gemeinsamen Musizieren auch noch weitere Höhepunkte bereit. So war der Bayerische Landesverein für Heimatpflege mit einer informativen Notenausstellung vertreten. Eine äußerst sehenswerte Instrumentenausstellung ergänzte das Seminar. Helmut Gruber hatte für ein wahres Hackbrettschlegel-Paradies gesorgt und auch Zitherbauer Kurt Hartwig stand den Seminaristen mit Rat und Tat zur Seite.

Ein Sonderlob verteilte Annemarie Bayerl, die das Seminar vor rund 30 Jahren ins Leben gerufen hat, an ihr fleißiges Orga-Team, dem viele Familienmitglieder angehörten. mmü

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