„Eine Ära geht zu Ende“

von Redaktion

Andi Hell gibt Amt als Jugendleiter beim Staudach-Egerndacher Trachtenverein nach 27 Jahren auf

Staudach-Egerndach – Selten liegen Freud und Leid so nah beieinander wie in der Jahresversammlung des Staudach-Egerndacher Trachtenvereins. Nach 27 Jahren als Jugendleiter nahm Andi Hell seinen Hut, übergab die Jugend jedoch in gute Hände. Freude wird wohl die 135-Jahr-Feier in diesem Jahr bereiten. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Erfreulich ist dabei, dass sich die Vorstandschaft fast komplett wieder- wählen ließ und Dr. Andreas Mader weiterhin den starken Verein führt.

Dank und Anerkennung
für 27 Jahre Engagement

„Eine Ära geht zu Ende“, so läutete Vorsitzender Andreas Mader die Verabschiedung von Andi Hell ein, der sich aus der Jugendarbeit zurückzieht. 27 Jahre lang sei Hell mit Herzblut und Freude Jugendwart gewesen. Er habe Generationen von Kindern das Platteln, Tanzen, aber auch die Freude am Trachtenverein beigebracht. Ihm gebühre Dank und Anerkennung.

Hell habe zugehört, aufgefangen, motiviert und sei der Fels in der Brandung gewesen. Er habe Gemeinschaft gelebt. „Bleib, wie du bist“, rief ihm Kathrin Pöschl im Namen des Jugendleiterteams zu.

Zum Dank erhielt Andi Hell ein großes Bild mit allen Kindern und Jugendlichen.

Nach dem kurzen Protokoll von Schriftführer Ralph Schmid berichtete Andi Hell ein letztes Mal über die Jugendarbeit mit 24 Buben und 15 Dirndln im Probenbetrieb. In 33 Plattlerproben und zusätzlich zehn extra Proben für das Sechs-Vereine-Preisplatteln wurde das Drehen und Platteln gelernt. Hell erinnerte weiter an die Faschingsgaudi der Kinder sowie den erfolgreichen Hoagart und informierte über die Auftritte bei Standkonzerten, Sommernachttanz und Obstangerfest. Besonders stolz machten ihn die Erfolge beim Sechs-Vereine-Preisplatteln. Viel Spaß hatten die Kinder beim Wochenendausflug.

Mit statistischen Zahlen überraschte Vorplattler Sebastian Gaukler. Demzufolge waren im Probenbetrieb durchschnittlich sechs Buben und sieben Dirndln anwesend. Auch er verwies auf den Probenbetrieb sowie die Auftritte bei Standkonzerten, Sommernachtsfesten und auf Ausflüge, unter anderem nach Graz.

Die Arbeit der Röckefrauen hob Vertreterin Rosi Bonzio hervor. Bereits bei der Flohmarktroas waren die Damen mit ihren Backkünsten gefordert. Sie beteiligten sich an den kirchlichen Veranstaltungen, hatten beim „Waikiki Festival“ einen eigenen Stand und sorgten beim Kirtahutschn für die Verpflegung. Gleichwohl beteiligten sich die fleißigen Damen beim Weihnachtsmarkt. Die Goaßlschnalzer rückte Hermann Neumayer mit seinem Bericht ins Licht. Vor allem bei Veranstaltungen im Freien waren die Goaßlschnalzer dabei.

Einiges überschnitt sich beim Rückblick des Vorsitzenden Mader. Er erwähnte die Trachtenwallfahrt nach Raiten mit guter Beteiligung und hob den Jugendhoagart als besonders schöne Veranstaltung hervor. Bei den Sommernachtstänzen zeigte sich der Tanz in den Pfingstferien als besonders erfolgreich mit viel Publikum und einem Gastverein aus Bernau. An dieser Veranstaltung wolle man festhalten. Mit guter Beteiligung fanden das Vereinspreisplatteln sowie das Kirtahutschn im Vereinsstadl statt. Auch wenn nur wenige zur Weihnachtsfeier kamen, sei dies doch eine schöne Zusammenkunft gewesen.

Seine erste Wahlperiode sei nun beendet, und das Amt des Vorsitzenden sei für ihn nach wie vor eine Ehre. Er lobte den Verein für den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit. Für dieses Jahr stehe einiges an. Bereits am 28. März ist die Flohmarktroas, und im April folgt der Jahrtag des Ortsvereins.

Bei hoffentlich schönem Wetter wird am 1. Mai ein Maibaum aufgestellt. Der Jugendhoagart wird am 14. Mai folgen. Im Juni wird das 135-jährige Bestehen des Vereins am und im Vereinsstadel mit zusätzlichem Zelt gefeiert. Das dreitägige Fest beginnt am 19. Juni mit dem Barfestl der Aktiven um 20 Uhr. Der Festabend folgt dann am Samstag, 20. Juni, und am Sonntag, 21. Juni, mit dem Sechs-Vereine-Preisplatteln, das die Staudach-Egerndacher Trachtler ausrichten.

Kaum Änderungen brachte die Wahl. Erneut wurde Dr. Andreas Mader zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter bleibt nach einstimmiger Wahl ebenfalls Hermann Neumayer. Schriftführer Ralph Schmid macht ebenfalls weiter, und die Kassenführung bleibt in den Händen von Regina Zaiser. Uschi Osterhammer stellte ihr Amt als Zweite Kassiererin zur Verfügung; dies übernimmt künftig Christian Kröss. Als Musikwart agiert weiter Stefan Perl, und für die Öffentlichkeitsarbeit ist Maria Bauer zuständig. Die Aufgabe des Ersten Fähnrichs wechselt von Simon Schmid zu Johannes Gaukler, und Josef Bauer übernimmt die Aufgabe des Zweiten Fähnrichs. Für den ausgeschiedenen Jugendleiter Andi Hell konnte Stefan Schwaiger gewählt werden, und Zweite Jugendleiterin bleibt Kathi Schützinger. In den Beisitz wurden zudem Petra Heigenhauser, Michael Perl und Martin Guggenbichler gewählt. Revisoren bleiben Susi Pfeifer und Sepp Perl. Bereits gewählt waren und wurden die Röckefrauenvertreterinnen Rosi Bonzio und Anita Huber. Vorplattler bleibt Sebastian Gaukler. Er wird von Konrad Lackerschmid unterstützt. Dirndlvertreterinnen sind Kathi Osterhammer und Julia Zaiser.

Zwei Ehrungen
zum Schluss

Lob hatte Gauvorsitzender Thomas Hiendl für die Trachtler, der die gute Jugendarbeit hervorhob und diese als sehr beständig beschrieb. Gleichzeitig warb er für den „Chiemgau Alpenverband“, der dieses Jahr auf 100 Jahre zurückblicken kann. Um Unterstützung beim Bau des neuen Vereinsstadels bat der Gauvorsitzende und hatte letztlich auch noch zwei besondere Ehrungen im Gepäck. So konnte er das Ehrenzeichen für 40-jähriges Tragen der Tracht an Andreas Hell und Albert Hogger überreichen.

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