„Eine Tafel für die Tafel“ bleibt auf Erfolgskurs

von Redaktion

Spenden-Aktion kann 1.000 Euro einnehmen – Scheckübergabe an die „Achental-Tafel“

Grassau – Zufrieden ist Sebastian Noichl mit seiner privaten Aktion „Eine Tafel für die Tafel“, denn auch im fünften Jahr zeigt sich, dass diese besondere Tafel Schokolade gut nachgefragt wird und somit die „Achentaler Tafel“ weiter unterstützt werden kann. Einen Scheck von 1.000 Euro konnte er an den Leiter der „Achental Tafel“, Jürgen Branz, weiterleiten.

Gut platziert am Eingang, kaum zu übersehen, locken die „Fairtrade“-Schokoladentafeln unterschiedlicher Geschmacksrichtungen und bieten neben Genuss auch die Unterstützung der „Achental-Tafel“, die rund 200 Menschen mit geringem Einkommen mit Lebensmittel versorgt.

Sebastian Noichl hat die Aktion „Tafel für die Tafel“ initiiert und kann die Schokoladen in vielen Läden zwischen Schleching, Unterwössen und Grassau anbieten. Einmal jährlich wird Bilanz gezogen. Die meisten Tafeln wurden in den Edeka-Märkten gekauft. Der Erlös von 1.000 verkauften Tafeln konnte überreicht werden. „Mir ist auch der Mehrwert wichtig“, so Sebastian Noichl. Schließlich soll die Schokolade nicht nur schmecken und die „Achental Tafel“ unterstützen, sie muss aus fair gehandelter Schokolade und aus regionaler Milch bestehen. Dies alles bietet diese Tafel.

Über 1.000 Euro durfte sich der Leiter, der in Marquartstein beheimateten „Achental-Tafel“, Jürgen Branz freuen. Die Tafelbesucher stammen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, neben Senioren mit geringer Rente, kommen auch vermehrt Familien und Alleinerziehende. Die zunehmende Altersarmut lässt sich bei der Tafel erkennen. An die 200 Kunden hat die Tafel und sei damit an ihren Grenzen. Weitergegeben werden die Lebensmittel, die die Tafel als Spenden von Discountern und Supermärkten und lokalen Lebensmittelgeschäften erhält.

Doch es müsse auch einiges zugekauft werden, wie Milchprodukte. Wie Branz ausführte, gebe es einen Sponsor, der die Tafel mit Milch und Milchprodukten versorgen würde. Doch die verderbliche Ware kann nicht geholt werden, ohne die Kühlkette zu unterbrechen. „Unser Wunsch ist ein Kühlwagen“, so Branz. Damit könnte das Angebot auf diese Produktreihen erweitert werden. Außerordentliche Lebensmittel, die nicht als Spenden zu erhalten sind, müssen zudem zugekauft werden. Jede Spende sei da willkommen. „Die Bereitschaft der Kunden, auch einen höheren Preis für die Schokoladentafel zu zahlen, um Gutes zu tun, lässt hoffen“, so Branz. Auch Sebastian Noichl wird die Schokolade weiter anbieten und somit hoffen, dass weitere Spenden gesammelt werden. tb

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