Elternbeiträge steigen

von Redaktion

Neue Kita und Schule in Marquartstein geplant und höhere Gebühren beschlossen

Marquartstein – Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) erläuterte auf der vergangenen Gemeinderatssitzung den Sachstand zum Planungswettbewerb für eine Kindertagesstätte, Grundschule und ein Bürgerhaus auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs. Vorausgegangen waren mehrere Abstimmungsrunden mit der Leitung und dem Kollegium der Grundschule, dem Kita-Verbund Grassau und der Kita-Leitung, der Regierung von Oberbayern und dem Jugendamt Traunstein bezüglich der einzuhaltenden Rahmenbedingungen sowie ein Workshop mit Lernwelten Röder.

Fünf Klassenzimmer
für neue Grundschule

Geplant sind im Kindergarten drei Gruppen mit bis zu je 25 Kindern, insgesamt 75 Kinder, und in der Kinderkrippe zwei Gruppen mit bis zu je zwölf Kindern, insgesamt 24 Kinder. Es ist verpflichtend, hier das Summenraumprogramm anzuwenden. Auch wenn der Träger eine Essenseinnahme in den Gruppenräumen vorzieht, da dies pädagogisch sinnvoll ist, um den Umgang beim Essen zu lernen, ist ein Speiseraum nachzuweisen, ebenso der Mehrzweckraum.

Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) fragte nach einer vorgeschriebenen Quadratmeterzahl für den Mehrzweckraum, was noch nicht konkret beantwortet werden konnte. Bürgermeister Scheck hat bei den Behörden um einen Termin zur Klärung und Konkretisierung gebeten.

Für die Grundschule ist nach den Ausgangszahlen vom Schulamt (Geburtsregister) bei den Schülerzahlen der Jahre 2024 bis 2030 mit einem Durchschnitt von 90,3 Schülern zu rechnen. Dafür wird auf Dauer von vier Klassen ausgegangen. Zur Abdeckung vereinzelt starker Jahrgänge und einer notwendigen Aufteilung einer Jahrgangsstufe wird ein fünftes Klassenzimmer eingeplant.

Für die Ganztagsbetreuung wird eine Betreuungsquote von 80 Prozent zugrunde gelegt, sodass mit 72 Plätzen für dieses Angebot zu rechnen ist. Die Schulleitung und das Kollegium der Grundschule hatten sich in der neu gebauten Grundschule in Nußdorf umgesehen. Auf dieser Basis hat die Schulleitung dann eine Anforderungsliste erstellt. Diese Liste beinhaltet auch den Wunsch nach einer Gymnastikhalle mit circa 200 Quadratmetern inklusive Bodeneinlassungen.

Am Schulstandort Marquartstein gibt es vier Turnhallen (zwei im Landschulheim, Realschule und Niedernfels). Bisher wird pro Woche eine Doppelstunde in der Achental-Realschule genutzt. Die Gemeinderäte hatten diverse Vorschläge zu einer Parallelnutzung, sahen es aber abschließend als Aufgabe des Planers an, Lösungen zu finden, und wollten nicht zu viele Vorgaben machen. Über den abschließenden Ausschreibungstext wird in einer der nächsten Sitzungen gesondert ein Beschluss gefasst.

Die Gemeinden Grassau und Übersee haben den Kita-Verbund Grassau gebeten, die Elternbeiträge für deren Kindertageseinrichtungen zu erhöhen, um das bestehende Defizit zu senken. Um eine einheitliche Höhe der Elternbeiträge in allen Gemeinden und Einrichtungen zu haben, sollen auch die Beiträge für den Kindergarten St. Veit erhöht werden. Geschäftsführer Florian Stephan legte die neue Gebührenordnung den Gemeinderäten zur Zustimmung vor. Die neuen Elternbeiträge sollen ab 1. September gelten.

Für die Krippe St. Veit reichen die monatlichen Beiträge – je nach Buchungszeitkategorie – von 200 Euro (von mehr als einer bis zwei Stunden) bis 340 Euro (bis neun Stunden) für das erste Kind und für Geschwister jeweils von 180 Euro bis 320 Euro. Dazu kommen noch Beiträge für Spielgeld, Getränke und Materialgeld von insgesamt 9,50 Euro monatlich sowie eine einmalige Anmeldegebühr von zehn Euro.

Für den Kindergarten St. Veit greift das gleiche Prinzip für eine Fünf-Tage-Woche. Je nach Zeit betragen die Gebühren für vier Stunden 135 Euro, gestaffelt bis neun Stunden für 202,50 Euro monatlich. Für Geschwister liegen die Beiträge zwischen 115 Euro und 182,50 Euro. Die Gebühren vorher lauteten von 110 Euro bis 165 Euro und für Geschwister von 73 Euro bis 108 Euro. Die weiteren Beiträge sind wie bei der Krippe. Die Kosten der Mittagsverpflegung (Montag bis Freitag) richten sich nach der Anzahl der Tage. Für einen Tag beträgt der Beitrag im Monat 18 Euro und für fünf Tage 90 Euro.

Gemeinderat stimmt
neuen Gebühren zu

Für den Naturkindergarten Waldzwerge betragen die monatlichen Gebühren 148,50 Euro für bis zu fünf Stunden und für sechs Stunden 162 Euro. Für Geschwister werden 128,50 Euro bis 142 Euro verlangt. Die weiteren Beiträge sind wie bei den anderen Kindergärten. Der Gemeinderat stimmte den neuen Gebühren einstimmig zu.

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