Wenige Minuten können Leben retten

von Redaktion

OVB-Aktion gegen Leukämie Priener Bürgermeister ruft zur Typisierung auf

Prien – Seit einigen Wochen setzt eine regionale Aktion ein starkes Zeichen. Bürgermeister, die in der anstehenden Kommunalwahl keinen Gegenkandidaten haben, nominieren sich gegenseitig, um möglichst viele Menschen zur Typisierung für eine Knochenmarkspende zu motivieren. Den Anstoß für die Aktion gab ein Schicksal aus der Region: die erneut an Leukämie erkrankte Anne aus Kolbermoor, die zum zweiten Mal einen Spender suchen muss.

Typisierungsaktion am
Wahlsonntag in Prien

Priens Erster Bürgermeister Andreas Friedrich gehört nun auch zu den Nominierten; er wurde von seinem Amtskollegen aus Oberaudorf, Dr. Matthias Bernhardt, ausgewählt. Er wiederum gab den „Stab“ an Richard Richter aus Bruckmühl weiter.

Um möglichst viele Bürger für eine Registrierung als Stammzellenspender zu erreichen, wählte das Gemeindeoberhaupt den Wahlsonntag, am Sonntag, 8. März, aus, an dem auch der Mittfasten-Markt am Marktplatz stattfindet. In der Franziska-Hager-Schule, in der das Wahllokal untergebracht ist, kann man sich in der Zeit von 11 bis 16 Uhr an einem Stand darüber informieren. Interessierte können sich dabei auch gleich registrieren und typisieren lassen. „Dafür sind nur wenige Minuten nötig. Die Typisierung erfolgt über eine Speichelprobe, die mittels eines Wangenabstrichs mit einem Wattestäbchen genommen wird. Geeignet sind gesunde Menschen im Alter von 17 bis 45 Jahren“, erklärte der Außendienstler der Gautinger „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB), Marko Hammer, beim Termin im Rathaus.

Spende und breite
Unterstützung vor Ort

Hintergrund für diesen Besuch Ende Februar war die Übergabe einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich erläuterte, stamme das Geld aus dem Getränkeverkauf der Faschingsfeier am unsinnigen Donnerstag im Foyer des Rathauses, wo wie jedes Jahr ausgelassen gefeiert wurde. Es sei der Wunsch seiner Belegschaft gewesen, die Zuwendung der AKB zukommen zu lassen, so der Rathauschef. Damit würden die Kosten für die Untersuchung im Labor gedeckt.

„Ich selbst habe mich schon vor langer Zeit in der Datenbank als Stammzellenspender registrieren lassen. Anlass war damals die Erkrankung eines Feuerwehrkameraden aus Bernau“, so das Gemeindeoberhaupt.

Zur Übergabe waren auch der Vorsitzende der Wasserwacht Prien-Rimsting, Werner Vietz, und der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Prien, Johannes Herzinger, gekommen, da beide Vereine die Info- und Registrierungsstände der AKB am Wahlsonntag unterstützen werden.

Jede Registrierung
ist von Bedeutung

Interessierte können unabhängig davon ein Testset für zu Hause unter www. dkms.de bestellen. Auch wenn die Aktion regional verlaufe, würden die Daten deutschlandweit sowie international vernetzt. Wichtig sei, so Hammer, dass eine Registrierung nicht zu einer Stammzellenspende verpflichte. „Bis zum Schluss bleibt alles freiwillig.“

Artikel 3 von 11