Bernau – Der Gewerbeverein Bernau lud mit seinem Vorsitzenden Alois Müller zu einem Starkbierfest in den Festsaal des Gasthauses „Kampenwand“ ein. Starkes Bier und nicht minder starke Sprüche prägten das Zusammenkommen bei freiem Eintritt, bei einer Überraschungs-Tombola und bei einem heiteren Unterhaltungsprogramm, das von Hias Ballauf moderiert und von der Musikkapelle Bernau musikalisch gestaltet wurde.
Besonders gespannt waren die Besucher auf den Auftritt der „Ratschkathln“. Rosi Hell und Brigitte Sperger vom Hansl-Hof in Prien-Leiten waren dabei nicht nur bestens informiert, sondern auch schonungslos für jene, die sich im vergangenen Jahr auf Bernauer Boden öffentlich bemerkbar gemacht hatten. Sie begannen ihren Auftritt mit der Putzfrauen-Erkenntnis, dass nicht so viel unter den Teppich gekehrt und auch nicht so viel Staub aufgewirbelt werden sollte.
Zur Sprache kamen natürlich die Lokalpolitik, die Kommunalwahlen, der Hitzelsberg, der Tourismus, die Gastronomie und natürlich das diesjährige Gemeinde-Jubiläum mit dem Höhepunkt am Freitag, 29. November, wenn Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg zu einem Festgottesdienst nach Bernau kommt. Ein Seitenhieb galt den Bernauer Kirchgängern, dazu die zwei Ratschn: „Wegen den paar Leuten, die heute noch in die Kirche gehen, hätte sie in den 20er-Jahren nicht neu gebaut werden müssen. Wenn das so weitergeht, müssen die Bernauer bald mit Kürzungen rechnen und sie müssen weiter, genauer nach Hittenkirchen gehen, wenn sie einen Gottesdienst feiern wollen.“
Für die Hittenkirchener, aber auch für alle Vereine, gab es ein Loblied auf Ehrenamt und Zusammenhalt. Den Abschluss bildete ein Prosit auf den gastgebenden Gewerbeverein.
Anton Hötzelsperger