Marquartstein/Piesenhausen – Anfang April trafen sich rund 20 Bürger aus Piesenhausen mit Bürgermeister Andreas Scheck, Gemeinderatsmitglied Toni Entfellner und Landschaftsarchitekt Rupert Schelle aus Hirnsberg am Kriegerdenkmal. Ziel war es, gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie der Platz ansprechender gestaltet werden kann.
Erste Entwürfe
vorgestellt
Nach einem ersten Austausch über die Gegebenheiten vor Ort, wie Bushaltestelle, Stromkasten, Bushäusl, Parkplatz und Bepflanzung, zogen sich die Beteiligten zum Workshop zurück. Die Ideen aus diesem Workshop und die wesentlichen Gestaltungselemente stellte Bürgermeister Andreas Scheck später auf einer Gemeinderatssitzung vor. Ein Planungsbüro wurde beauftragt.
Rupert Schelle stellte nun die ersten Entwürfe den interessierten Bürgern im Rathaus vor. Andreas Scheck betonte, wie sinnvoll es sei, einen erfahrenen Planer an der Seite zu haben. Dieser wisse genau, wie man mit Materialien umgeht und welche am besten eingesetzt werden. Rupert Schelle hat bei seinem Plan versucht, den kleinen Platz nicht zu überfrachten. Er soll einfach und selbstverständlich gestaltet werden, wobei die Ideen der Bürger direkt berücksichtigt wurden.
Er zeigte einen Plan von den Gegebenheiten unter- und oberirdisch, wie etwa Leitungen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Das Trafo-Häusl muss in seiner Größe bestehen bleiben, während das gesamte Areal offen gestaltet werden soll. Der Platz um das Kriegerdenkmal bleibt erhalten. In der Mitte soll eine kleine Insel geschaffen werden, die einen freien Blick zum Millibankerl ermöglicht.
Vorgesehen sind eventuell ein Trinkbrunnen und Sitzplätze, ein Brot-Backofen sowie ein Radlständer rechtsseitig vom Haus. Besondere Pflastersteine sollen die Übergänge optisch gut gestalten. Hinzu kommen Kies- und Rasenflächen. Der Trinkbrunnen soll aus lokalem Material gefertigt sein und über eine Spülung für frisches Wasser verfügen. Bei der Bepflanzung stellte sich der Architekt eine Felsenbirne für einen Obstwiesencharakter vor, ergänzt durch eine Blumenwiese und einen einfachen rustikalen Zaun.
Toni Entfellner, der seine Arbeit ehrenamtlich einbringt, betonte, dass die Gestaltung des öffentlichen Raumes einen roten Faden benötigt. Er möchte das Bushäusl offen gestalten und den Boden anheben. Zudem könnten Kühlschränke mit regionalen Produkten aufgestellt werden. Dies sei besonders für Ferien- oder Wochenendgäste interessant. Die Aufenthaltsqualität soll durch die neuen Sitzgelegenheiten und den Brunnen maßgeblich gesteigert werden.
Für das Kriegerdenkmal hatte Toni Entfellner die Idee, ein Projekt mit Studenten zu initiieren. Diese sollen die Namen auf dem Denkmal recherchieren und mit persönlichen Geschichten hinterlegen. Dies könnte eine wertvolle und interessante Aufgabe für junge Menschen darstellen.
Einzelne Bürger äußerten zu den Entwürfen verschiedene Meinungen. Der Trinkbrunnen sollte nach Ansicht einiger eher aus heimischem Holz anstatt aus Stein bestehen. Das Pflaster wurde teilweise als zu hell und massiv empfunden.
Auch beim Radlständer wurde Holz bevorzugt, und die Stabilität einer Felsenbirne wurde kritisch hinterfragt.
Allgemeiner Tenor
sehr positiv
Auf die Frage nach den Kosten hieß es, dass es sich zunächst nur um einen ersten Entwurf handele. Der allgemeine Tenor der Vorstellung war jedoch sehr positiv. Bürgermeister Andreas Scheck bezeichnete den Entwurf als sehr einladend. Die Kosten werden Thema einer der nächsten Gemeinderatssitzungen sein.