Haushalt für 14,1 Millionen Euro

von Redaktion

Gstadt stellt bei Bürgerversammlung Gemeindeetat vor und plant Nahversorger in der Dorfmitte

Gstadt – Bürgermeister Bernhard Hainz lud zur Bürgerversammlung, und zahlreiche Besucher füllten den Gasthof „Taverne“ am Hofanger in Gstadt.

Kämmerer Karl-Heinz Heitauer nannte eine schier endlose Zahlenflut. Der Finanzbericht wies Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt von rund 9,2 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt von rund 4,9 Millionen Euro aus, was sich insgesamt auf rund 14,1 Millionen Euro addiert.

Gewerbesteuer bringt
sechs Millionen Euro

Zugeführt vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wurden rund 4,5 Millionen Euro und den Sollüberschuss bezifferte er mit 2,5 Millionen Euro. Ebenso wirkt sich im Rahmen des Finanzausgleichs das anteilige Aufkommen von knapp 217.000 Euro an der Grunderwerbsteuer positiv aus.

Bei den zehn größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt spülten unter anderem die Gewerbesteuer mit fast sechs Millionen Euro, der Gemeindeanteil der Zuweisungen aus dem Finanzausgleich an der Einkommensteuer von rund 700.000 Euro sowie die Zweitwohnsitzsteuer rund 288.000 Euro in die Gemeindekasse. Zu den zehn größten Ausgaben des Verwaltungshaushalts zählen gemäß Heitauers Zahlenwerk zum Beispiel die Umlagen an den Kreis von rund 1,2 Millionen Euro, die Verwaltungsgemeinschaft (VG) von 623.000 Euro sowie die Gewerbesteuer mit rund 386.000 Euro. Im Vermögenshaushalt müssen unter anderem jeweils circa 500.000 Euro für das geplante Hochbau-Projekt „Dorfmitte“ sowie den Investitionskostenzuschuss für den Breitbandausbau in Söll, aber auch gut 271.000 Euro für Tiefbau und Kanalsanierung parat gelegt werden.

Bei den Investitionen führte der Kämmerer Kosten für Feuerwehrausstattung und -Hochbau von rund 120.000 Euro auf, für Straßen-, Geh- und Radlwege rund 195.000 Euro sowie das Projekt „Gemeinschaftshaus Dorfmitte“ mit einem weiteren Ansatz von 500.000 Euro.

Die Dachsanierung des Gstadter Bauhofs, nannte Bürgermeister Hainz ein anderes zentrales Thema, war dringend notwendig geworden und verschlang circa 85.000 Euro. Auch wurde eine Stiege als Ablage unter dem Dach montiert. Ganz stolz zeigte sich der Rathauschef über die sehr aktiven Floriansjünger, welche wieder in großer Personenstärke diverse Prüfungen mit durchweg gutem Erfolg abgeschlossen haben.

Für den dringend notwendigen und erworbenen Mannschaftstransporter wurde das Equipment verbessert und in Gollenshausen eine zusätzliche Garage gebaut.

Ein schon lange geplantes Projekt, der Ausbau, Um- und Teilneubau des Feuerwehrgebäudes, befindet sich in einer entscheidenden Phase und geht jetzt langsam in die Umsetzung. So soll im Laufe des Jahres der Plan fertiggestellt und gegebenenfalls in der zweiten Jahreshälfte zum Baubeginn kommen. Exakte offizielle Kosten konnte der Referent noch nicht definieren.

Mit dem Umbau der Sirenensteuerung auf digitale Tetra-Funksteuerung konnte die Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) vom Landratsamt in Betrieb genommen werden, freute sich der Referent. Nach einer Übergangsphase mit analoger und digitaler Technik erfolgt die Probealarmierung dann künftig nur noch jeden ersten Samstag im Monat.

Der Bürgermeister bedauert zudem sehr, dass ein Ortstermin mit der Priener Polizei keinen Erfolg brachte. Angeregt wurde aus der Bürgerschaft eine mögliche Errichtung von Querungshilfen an neuralgischen Stellen. An der Waldstraße (Nähe Kinderhaus) fehlen gemäß Verkehrsschau die notwendigen Aufstellflächen und in der Seestraße (Ortseingang) würden die notwendigen Querungszahlen nicht erreicht, so die Gesetzeshüter.

Durch eine abschnittsweise Kanalsanierung im Gemeindegebiet seit nunmehr 17 Jahren ist das System in einem passablen Zustand, freut sich der Rathauschef.

Baukosten für
Dorfmitte noch offen

Neben dem Bau eines Regenrückhaltebeckens in Gollenshausen, der Erweiterung des Kinderspielplatzes in der Gstadter Dorfmitte sowie weiterer Schritte zur Bauleitplanung „Neugebiet Maierholz“ schreiten die Planungsarbeiten zum Nahversorger-Projekt in der Dorfmitte seit 2022 stetig voran. Entstehen sollen bei den laufenden Planungen unter anderem zehn Wohnungen (55 bis 92 Quadratmeter), ein Ladengeschäft (circa 400 Quadratmeter), ein Radverleih (circa 100 Quadratmeter) und Parkplätze. Über Baukosten kann derzeit keine Auskunft erteilt werden, da das Projekt noch mit der Regierung bezüglich der Fördermittel abgestimmt werden muss, so das Gemeindeoberhaupt zur voraussichtlichen Vorgehensweise.

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