Prien – Der Rauchclub Prien, ein 1921 gegründeter Sterbekassenverein, der den Angehörigen seiner Mitglieder nach deren Ableben unbürokratisch ein Sterbegeld in Höhe von derzeit 400 Euro auszahlt, lud Anfang März zu seiner Jahresversammlung in den „Sterzer“ im Bayerischen Hof ein.
Der Vorsitzender Walter Jänicke begrüßte zahlreiche Mitglieder. Nach einem kurzen Grußwort übergab er das Wort an Schriftführer Markus Kollmannsberger, der seinen Jahresbericht vortrug. Danach informierte Kassier und Bürgermeister Andreas Friedrich über den Kassenstand und dankte dem Rauchclub für die Mitwirkung an kirchlichen und weltlichen Festen.
Die Kassenprüfer Rupert Westner und Hans Berger bescheinigten Bürgermeister Friedrich eine mustergültig geführte Kasse, sodass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.
Vorsitzender Jänicke, der seit 30 Jahren dieses Amt innehat, dankte in seinem Jahresbericht seinen Vorstandskollegen, bemängelte aber, dass zu wenige als Fahnenbegleiter bei Anlässen anwesend seien. Die anstehenden Neuwahlen leitete Zweiter Bürgermeister Michael Anner.
Da sich Walter Jänicke wieder zur Wahl stellte, lobte Anner dessen langjähriges Engagement. Er sei das „Gesicht des Rauchclubs“. Er freue sich, dass Jänicke sich weiter dafür einsetze. Beachtenswert sei, dass Jänicke zuvor verkündet hatte, dass Schriftführer Markus Kollmannsberger 18 neue Mitglieder gewinnen konnte. „So ist die Zukunft des Vereins gesichert“, war Zweiter Bürgermeister Anner zufrieden.
Bei den anschließenden Wahlen wurden alle Vorstände einstimmig wiedergewählt. Walter Jänicke bleibt Erster Vorsitzender, Peter Fischer sein Stellvertreter, Andreas Friedrich Kassier und Markus Kollmannsberger Schriftführer. Als Beisitzer wurden Stephan und Franz Kollmannsberger bestätigt. Neu im Team ist Paul Stephan, der für den ausscheidenden Sebastian Hof antritt. Rupert Westner und Hans Berger bleiben Kassenprüfer.
Anschließend wurden Benno Mayer und Johann Freund für ihre 50-jährige Treue geehrt, Theo Tyroller für 60 Jahre.
Zum Abschluss sprach der Bezirksvorsitzende Klaus Dingler über die Anfänge von Walter Jänickes Vorstandschaft. Er dankte ihm für den jahrzehntelangen Einsatz, bevor die Sitzung mit einer typisch bayerischen Brotzeit endete. pw