Staudach-Egerndach – Die Feuerwehr ist immer zur Stelle, sei es in Notlagen, aber auch bei Hilfeleistungen, bei Verkehrsabsperrungen oder Parkplatzwache. Über die Einsätze gab Kommandant Michael Sturm Auskunft, die gesellschaftlichen Aktivitäten beleuchtete Vorsitzender Andreas Höger. Mit der Fahnenabordnung waren die Floriansjünger bei allen kirchlichen Anlässen der Gemeinde dabei und zeigten sich beim Jahrtag der Vereine, beim Erntedankfest, aber auch beim Volkstrauertag.
Ein besonderes Ereignis war wieder das Weinfest, organisiert von der Feuerwehr. Trotz schlechten Wetters kamen die Gäste. Geholfen wurde der Jugendbewegung beim Waikikifestival. Dort übernahm die Jugendwehr gemeinsam mit dem Pfeifenverein die Parkplatzwache.
Auf einen Ausflug wurde verzichtet, dafür werden die Feuerwehrler in diesem Jahr einen Zweitagesausflug unternehmen, informierte der Vorsitzende. Die Kameradschaft wurde beim Grillfest gemeinsam mit dem Pfeifenverein gepflegt und beim Adventsmarkt halfen alle beim Verkauf von Langosch und Kartoffelspiralen zusammen. Mit einer Weihnachtsfeier endete gemütlich das Vereinsjahr. Weiter berichtete Höger über das Eisstockturnier der Achentaler Feuerwehren, das für die eigenen Mannschaften nicht so erfolgreich, aber mit viel Spaß verlief.
Ein Thema, das den Verein umtreibt, sei die Vereinsfahne, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg angeschafft und 1988 bereits einmal restauriert wurde. Vorsitzender Höger erklärte, dass das weiße Tuch der Fahne Wasserflecken aufweise, die nicht einfach zu entfernen sind und auch sonst die Fahne wieder hergerichtet werden sollte. Die Kosten hierfür werden derzeit ermittelt.
Die Frage sei nun auch, ob nicht gleich eine neue Fahne angeschafft werde. „Unsere Tendenz geht zu seiner neuen Fahne“, so Höger. Doch die Feuerwehr verfügt nicht über die Mittel, eine solche Anschaffung allein stemmen zu können. Sponsoren dürfen sich gerne melden.
Kommandant Michael Sturm konnte über 15 Einsätze mit 223 Stunden sprechen, die die Aktiven der Feuerwehr souverän meisterten. Über 41 Aktive, darunter 13 Atemschutzträger, verfügt die Wehr. Bei 47 Übungen mit 527 Stunden wurde der Einsatz bei unterschiedlichen Notfällen geprobt. Bei drei Bränden galt es unterstützend zu wirken und auch bei einem Quecksilbereinsatz zu helfen. Zudem musste einmal ein Heliumballon aus einer Stromleitung befreit werden. Hierzu musste die Stromversorgung abgeschaltet werden. Bei drei Kirchenzügen und zwei Martinszügen kümmerten sich die Wehr um die Verkehrsregelung und zweimal musste die Straße gereinigt werden.
Zudem unterstützte die Wehr die Gemeinde im Katastrophenfall. Die Abkochverfügung aufgrund festgestellter Verunreinigung des Trinkwassers musste so schnell wie möglich an alle Haushalte verteilt werden. In drei Stunden konnten Aktive gemeinsam mit den Bauhofmitarbeitern diese Verfügung verteilen. Geholfen hat die Wehr auch in Übersee beim Gaufest. Weiter informierte der Kommandant über die unterschiedlichen Übungen, darunter eine Waldbrandübung, berichtete über die Einsatzfahrzeuge und Geräte und gab Auskunft über den Ausbildungsstand der Aktiven.
Die aktive Jugend stellte Jugendwart Herbert Weber vor. Sie waren fleißig und übten 166 Stunden. Die 14 Jugendlichen führten die Christbaumsammlung durch. Der Ausflug führte ins Haus der Berge nach Berchtesgaden und ins Salzbergwerk. Ein weiterer Ausflug führte zu den Kramperl nach Berchtesgaden. Letztlich wurde auch noch das Friedenslicht geholt und verteilt. In diesem Jahr werden neben Übungen auch wieder Ausflüge unternommen.
Für die Einsatzbereitschaft und die unermüdliche Jugendarbeit dankte die Bürgermeisterin Martina Gaukler. „Ihr seid ein Vorbild, ihr gebt Orientierung und zeigt, dass es sich lohnt, sich für andere einzusetzen“, betonte sie. Ein ungewöhnliches Ereignis sei der Schnuppertag für Frauen gewesen. Leider war die Resonanz nicht so groß. Doch sie gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich mehr Frauen für die Feuerwehr interessieren.
Vereinsaktivitäten wie das Weinfest stärken die Gemeinschaft. Den besonderen Zusammenhalt merkte man beim Katastropheneinsatz. „Wenn die Wasserprobe kommt, muss schnell gehandelt und die Bevölkerung zuverlässig zur Gefahrenabwehr informiert werden. Gut in solch einer Situation eine verlässliche Mannschaft hinter sich zu haben“, lobte die Bürgermeisterin. Zudem informierte sie, dass nach dem Bau des neuen Hochbehälters der alte dann in ein Löschwasserreservoir umgewandelt werde.
Lobende Worte hatte Kreisbrandrat Christof Grundner für die Floriansjünger. Die Feuerwehr stelle sicherheitsrelevante Ehrenämter und ist fester Bestandteil der Gemeinde, so Grundner. Er verwies auf die klimabedingten Einsätze, die im vergangenen Jahr erspart blieben, jederzeit aber wieder kommen können.
Er verwies zudem auf die allgemeine Sicherheitslage in Europa, und diese werde auch die Feuerwehr bezüglich Informationen und Ausbildung betreffen. Wichtig wird der Zivil- und Bevölkerungsschutz, und man werde sich in Kürze mit dieser Thematik beschäftigen. Er dankte für die Zusammenarbeit. tb