In Traunstein bleibt alles beim Alten

von Redaktion

Oberbürgermeister Hümmer setzt sich gegeb drei Gegenkandidaten durch – Wahl-Drama in Waging

Landkreis Traunstein – Große Erfolge für Christian Hümmer in Traunstein und Hans-Peter Dangschat in Traunreut: Trotz mehrerer Gegenkandidaten sind die beiden CSU-Rathauschefs schon im ersten Wahlgang am Sonntag in ihren Ämtern bestätigt worden. Hümmer kam bei drei Gegenkandidaten auf 54,6 Prozent und Dangschat bei zwei Kontrahenten sogar auf stolze 76,7 Prozent. „Das heute ist kein Tag des Triumphes, sondern der Verantwortung“, so Hümmer nach Bekanntwerden seines Wahlsieges im Traunsteiner Rathaus.

Hümmer: „Ein großer
Vertrauensbeweis“

In der Großen Kreisstadt landete Josef Kaiser (UW) mit 16,2 Prozent auf dem zweiten Platz vor Burgi Mörtl-Körner (Grüne), die von 15,6 Prozent gewählt wurde. Nils Bödeker von der SPD machte mit 13,6 Prozent den vierten Platz bei der Wahl zum Traunsteiner Oberbürgermeister. „Für mich ist das eine Bestätigung, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe. Und es ist ein großer Vertrauensbeweis“, so Hümmer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. In Haslach, wo der Oberbürgermeister daheim ist, schaffte er es auf 58,5 Prozent, in Kammer wählten Christian Hümmer sogar 62,4 Prozent.

Als Ziel nannte Hümmer, die hohe Lebensqualität Traunsteins in den nächsten Jahren zu erhalten – neuer bezahlbarer Wohnraum sei dafür besonders wichtig. Außerdem wünschte er sich ein weiterhin gutes Miteinander im Stadtrat.

Josef Kaiser und Burgi Mörtl-Körner freuten sich, dass der Wahlkampf in Traunstein fair abgelaufen sei. „Auch wenn es mal Diskussionen gegeben hat, haben wir die letzten Jahre sehr gut zusammengearbeitet“, so die Grünen-Kandidatin Mörtl-Körner.

Die Wahlbeteiligung bei der OB-Wahl lag bei 60,7 Prozent. 220 Wahlhelfer waren allein in der Stadt Traunstein im Einsatz.

In Traunreut, der zweitgrößten Stadt im Landkreis Traunstein, ist Hans-Peter Dangschat förmlich durchmarschiert. Er schaffte auf Anhieb ein Ergebnis von 76,7 Prozent und bleibt damit im Amt. Michael Mollner von der „Liberalen Initiative Zukunft“ kam auf 15,4 Prozent, Christian Stoib (SPD) auf 7,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent.

Ein wahres Wahl-Drama hat sich in Waging abgespielt. Martin Dandl von den Freien Wählern lag zu Redaktionsschluss mit nur sieben Stimmen vor Bürgermeister Matthias Baderhuber (CSU). Laut Lothar Wagner, dem Geschäftsleiter des Traunsteiner Landratsamtes, hätte Baderhuber aber die Möglichkeit, die Wahl anzufechten. Dann müssten alle Waginger Stimmzettel noch einmal ausgezählt werden. Eine klare Sache war dagegen die Wahl in Nußdorf: Bürgermeister Toni Wimmer (CSU) holte auf Anhieb 58 Prozent und verwies Max Eder (Bürgerliste/22,1 Prozent) und Gerhard Mittermaier (WZG/19,8 Prozent) auf die Plätze.

Keine Landratswahl
in Traunstein nötig

Wegen der vorgezogenen Wahl im Juli 2025 war eine Landratswahl in Traunstein nicht nötig. Der Grabenstätter Andreas Danzer (Freie Wähler) bleibt bis 2032 im Amt. Trotzdem sagte auch er im Wahlstudio des Landratsamtes: „Die Anspannung ist groß.“ Schließlich ist er auch Kreisvorsitzender der Freien Wähler. Mit dem Ausgang der Bürgermeisterwahlen zeigte er sich zufrieden: Elf Kandidaten der Freien Wähler seien im Landkreis Traunstein in den Rathäusern oben auf, vier weitere hätten es in Stichwahlen geschafft.

Die Ergebnisse der Stadt- und Gemeinderatswahlen sowie des Traunsteiner Kreistages werden wahrscheinlich erst am Montag feststehen.

Artikel 1 von 11