Grabenstätt – Der amtierende Rathauschef Gerhard Wirnshofer wurde seiner Favoritenstellung bei der Bürgermeisterwahl gerecht und geht nun in seine zweite Amtszeit. 66,46 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen entfielen nach dem vorläufigen Endergebnis auf den 59-jährigen Erlstätter, der seit 2002 für die Bürgergruppe im Gemeinderat sitzt.
Ergebnis noch
mal gesteigert
Sein 28-jähriger Herausforderer Michael Lex von den „Freien Wählern“ holte mit 33,54 Prozent ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er bisher nicht im Gemeinderat vertreten war. In Stimmen ausgedrückt entfielen 1.571 auf Wirnshofer und 793 auf Lex. Vor sechs Jahren war Wirnshofer noch gemeinsamer Kandidat von Bürgergruppe und „Freien Wählern“ gewesen. Die CSU hatte dieses Mal keinen Bürgermeisterkandidaten.
„Ich bin sehr erleichtert und auch stolz, dass ich mein Ergebnis von vor sechs Jahren noch einmal steigern konnte und dass die Bürgergruppe erstmals stärkste Kraft geworden ist“, freute sich der seit 2020 amtierende Bürgermeister Wirnshofer im Wahlstudio in der Schlossökonomie. Es sei ein gutes Gefühl zu sehen, dass die eigene Arbeit auch gewürdigt werde.
Laut Wirnshofer wolle man in den kommenden sechs Jahren in Sachen Hochwasserschutz, bezahlbarer Wohnraum und Belebung der Grabenstätter Ortsmitte einiges voranbringen und umsetzen. Auch sein unterlegener Mitbewerber Michael Lex möchte diese drei Themen im neuen Gemeinderat forcieren. Als „Freie Wähler“ werde man sich zudem weiterhin für eine kostengünstigere Lösung bei der gemeindlichen Wasserversorgung Marwang einsetzen, so Lex. Mit seiner Stimmenausbeute zeigte er sich zufrieden und freute sich schon sehr darauf, die Gemeindepolitik im künftigen Gemeinderat aktiv mitgestalten zu können.
Bei der Gemeinderatswahl verlor die CSU Grabenstätt einen Sitz an die Freien Wähler Grabenstätt. Beide verfügen damit in der neuen Legislaturperiode 2026 bis 2032 über fünf Mandate. Die Bürgergruppe verbleibt bei sechs Mandaten.
36,0 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf die Bürgergruppe (minus 1,6 Prozent im Vergleich zu 2020), 33,1 Prozent auf die CSU (minus 6,3 Prozent) und 30,9 Prozent auf die Freien Wähler (unverändert).
Den Einzug in den Gemeinderat schafften nach vorläufigem Ergebnis für die Bürgergruppe Gerhard Wirnshofer (2.083 Stimmen), der frühere Zweite Bürgermeister und Bürgergruppensprecher Robert Muggenhamer (1.151), dessen Ratskollegen Josef Hölzle (959) und Franz Kreiler (896) sowie die neuen Ratsmitglieder Katrin Hennes (831) und Tobias Muggenhamer (804). Pauline Dangl (Bürgergruppe) sitzt künftig als erste Nachrückerin für Bürgermeister Wirnshofer im Gemeinderat.
Für die CSU sicherten sich die amtierenden Räte Josef Fleischmann (1.458 Stimmen), Waltraud Hübner (1.393/CSU-Vorsitzende), Alois Wiesholler (1.077) und Marilena Pfeilstetter (1.022) erneut ein Mandat. Erstmals gewählt wurde Reinhard Meisinger (753). Hinter ihm ist Oliver Dippold erster CSU-Nachrücker.
Für die „Freien Wähler“ sitzen im künftigen Gemeinderat der „Freie Wähler“-Ortsvorsitzende Michael Lex (1.602 Stimmen), der bisherige Gemeinderat und Dritte Bürgermeister Josef Austermayer (834), das Neumitglied Ramona Rieperdinger (809), der bisherige Gemeinderat Johannes Wimmer (773) und das Neumitglied Helmut Würtz (766). Letzterer konnte sechs Stimmen mehr auf sich vereinen als die bisherige Gemeinderätin Josephine Brunnhuber, die somit die erste Freie- Wähler-Nachrückerin ist. Dienstältestes Gemeinderatsmitglied ist der frühere Zweite Bürgermeister Robert Muggenhamer, der dem Gremium seit 1996 angehört.
Nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert hatten die bisherigen Räte Mitglied des Landtages Dr. Martin Brunnhuber (Bürgergruppe), Zweiter Bürgermeister Alois Binder (CSU), Christl Stefanutti (CSU) und Bernhard Hennes junior (Bürgergruppe). Andreas Lukas (Freie Wähler) und Monika Willmes (Bürgergruppe) verpassten den erneuten Sprung ins Gremium.
Erste Sitzung
findet am 4. Mai statt
Insgesamt hatten bei der Bürgermeisterwahl 2.383 Wähler ihre Stimme in der Wahlkabine oder per Briefwahl abgegeben (2.381 bei der Gemeinderatswahl). Das entspricht bei 3.585 Wahlberechtigten eine Wahlbeteiligung von 66,47 Prozent.
Die konstituierende Sitzung wird voraussichtlich am 4. Mai stattfinden.