Patrick Springer sichert sich den Titel am Kessellift

von Redaktion

Mit über 250 Teilnehmern aus fünf Nationen und mehr als 1.000 Zuschauern war die Fassdauben-WM in Inzell ein voller Erfolg

Inzell – Die Fassdauben- Weltmeisterschaft in Inzell bot Spannung pur, tolle Rennen, viele Zuschauer und eine super Stimmung den ganzen Tag über. Die Veranstaltung hielt, was sie versprach, und der Kessellift in Inzell präsentierte sich als ausgezeichneter Veranstaltungsort. Das Hofbräuhaus Traunstein und die Verantwortlichen am Kessellift schufen beste Voraussetzungen. So konnten den über 250 Teilnehmern bei dieser WM erstmals seit 2019 wieder faire und herausfordernde Bedingungen geboten werden. Am Ende setzten sich die Besten aus fünf Nationen durch.

Das Rennen startete mit dem Einmarsch der Nationen aus England, Italien, Österreich, Neuseeland (ein Starter) und Deutschland aus dem Zelt zum Startbereich. Die Fassdauben lagen bereit, und jeder durfte sich ein geeignetes Paar aussuchen. Gestartet wurde in mehreren Gruppen, wobei jeweils rund 20 Teilnehmer im Massenstart gleichzeitig ins Rennen gingen. Für das Finale qualifizierte sich lediglich der jeweilige Sieger der Gruppe. Ein guter Start war daher enorm wichtig, um nicht vorzeitig ins Hintertreffen zu geraten. Die Piste war von Streckenchef Korbinian Steinbacher und seinem Team bestens präpariert. Während einer Nachtschicht wurden zudem ein etwas erhöhter Startbereich und zwei Wellen für besondere Anforderungen in die Strecke eingebaut.

Es gab auch reine Damengruppen, sodass bei den ersten beiden Gruppen ausschließlich Damen ins Rennen gingen. Im ersten Heat der Damen zeigte Leonie Wendel eine souveräne Vorstellung und setzte sich gegen Diana Wegscheider und Angela Wendel durch. Die drei Inzeller Damen, allesamt Trainerinnen beim SC Inzell, konnten somit den Heimvorteil ausnutzen. Im zweiten Heat siegte Elisabeth Oswald aus Grafing.

Bei den Herren ging der Sieg im ersten Heat an den Weltmeister von 2019, Michael Gstatter aus Ruhpolding. Der Sieger im darauffolgenden Lauf hieß Veit Mayer aus Reit im Winkl. Den Heimvorteil ausnutzen konnte der Inzeller Markus Wegscheider, der sich am Ende mit Schlittschuhschritten den Sieg nicht mehr nehmen ließ. Eine gute Linie fand auch Franz Gallinger aus Obing mit Sieg in Heat sechs.

Eine überzeugende Vorstellung lieferte ebenso Florian Wörfel aus Inzell ab, mit Sieg in Lauf sieben und somit als dritter Inzeller im Endlauf. Als Achter zog Matthias Niedermaier aus Erding ins Finale ein, der zudem mit seinem Outfit und elegantem Hut auf sich aufmerksam machte. Schlag auf Schlag ging es weiter, und bei Heat neun ging Michael Alframseder aus Simbach als Sieger hervor. Den ersten Sieg für Österreich konnte Andi Gröder für sich verbuchen, der sich somit das Finale sicherte. Im vorletzten Heat war Patrick Springer aus Ruhpolding nicht zu schlagen und zog als zweiter Starter aus der Nachbargemeinde neben Michael Gstatter ins Finale ein. Den letzten Vorlauf konnte Martin Schmuck für sich entscheiden und komplettierte so das Finale mit zwölf Teilnehmern.

Nun war es so weit: Das Finale stand bevor. Es ging schließlich um den Fassdauben-Weltmeister 2026, und die weit über 1.000 Zuschauer waren sehr gespannt, wer sich am Ende durchsetzen würde. Die zwölf Finalisten standen an der Startlinie und warteten auf den Startschuss.

Den besten Start erwischte Patrick Springer, der sich den Sieg nicht mehr nehmen ließ und sich Fassdauben-Weltmeister 2026 nennen darf. Den Vizeweltmeistertitel holte sich Franz Gallinger vor Matthias Niedermaier. Schnellste Dame im Feld war Leonie Wendel vor Elisabeth Oswald, die sich beide in den Reihen der Männer sehr gut behaupten konnten. wet

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