Grassau/Rottau – Gut besucht war die Jahresversammlung des Tourismus- und Heimatvereins Rottau im Café König. Nach der Begrüßung der Mitglieder blickte Vorsitzender Stefan Kellerer auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück.
Kellerer begann mit dem Aufstellen des Maibaums. Die Diebe aus Oberwössen brachten den Maibaum bei strahlendem Frühlingswetter mit einer Lanz-Dampfzugmaschine aus dem Jahr 1912. Vom Ortseingang ab begleitete die Rottauer Dorfmusi den Zug. Gemeinsam mit den Rottauer Vereinen wurden die vielen Zuschauer bewirtet. Der Gewinn dieses wunderbaren Festes wurde auf die helfenden Vereine verteilt.
Unverständliches
Lärmgutachten
Den Pumptrack bezeichnete Kellerer als gigantisch für die Kinder. Der Tourismus- und Heimatverein spendete dafür 10.000 Euro, dazu kamen noch 10.000 Euro von Rottauer Bürgern. Dass der Bau teurer geworden ist als geplant, liegt nicht an der Gemeinde, sondern am Landratsamt. So ist das vom Landratsamt geforderte Lärmgutachten absolut nicht zu verstehen.
Die Kugelbahn beim Klaushäusl hat der Verein, unterstützt von einer Spende von 10.000 Euro der „Rödel-Zacher-Chrzon-Stiftung der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee“, finanziert. Kellerer bezeichnete das Tretbecken als Aushängeschild des Dorfes. Die sieben Helfer verrichteten 2024 160 und 2025 207 Arbeitsstunden. Das Jahr 2025 war eine aufregende Zeit für den Verein. Der Frauen- und Mütterverein spendet eine Bank beim Pumptrack und auch Susanne Mutter spendet eine Bank.
Die Gemeinde wird noch eine Slackline beim Pumptrack errichten. Den Internetauftritt rottau.de wird Josef Fuchshuber neu gestalten. Die Maibaumfiguren werden von Caroline Hinterseer restauriert, sie hat heuer die neue Pestsäule von Rottau gemacht. Zuletzt dankte Kellerer der Familie Miche Sichler für den „super schön“ gemachten Kripperlweg. Den Rückblick schloss er mit der Aussage ab: Noch nie hat der Verein so viel Geld ausgegeben wie im vergangenen Jahr, aber auch noch nie so viel eingenommen. Welche Projekte stehen heuer an? Auch heuer dürfen die Bänke an den Wanderwegen mit der Erlaubnis des Forstamtes ausgeschnitten werden. Eine Spielhütte soll an einem Wanderweg errichtet werden. Außerdem wird ein Bücherschrank am Veranstaltungsstadel am Kirchplatz aufgestellt. Kassierin Astrid Adersberger trug den Kassenbericht vor, der von Edith Zettlitz von der Gemeinde geprüft wurde. Auf ihren Antrag hin wurde die Kassierin einstimmig entlastet. Diese legte dann den Haushaltsplan für 2026 vor. Bürgermeister Stefan Kattari leitete die Neuwahlen. Zunächst dankte er dem Verein für alles, was dieser für das Dorf leistet. Er bezeichnete es als einmalig, dass der Gewinn vom Maibaumaufstellen mit den anderen Vereinen geteilt wurde. Er stellte fest, dass die Vorstandschaft gut zusammenarbeitet.
Die Wahl erfolgte per Akklamation. Es gab keine Gegenstimmen. Die neue Vorstandschaft ist die alte Vorstandschaft: Vorsitzender Stefan Kellerer, Zweiter Vorsitzender Daniel Praßberger, Kassierin Astrid Adersberger, Schriftführerin Uschi Hofmann, Beisitzer Josef Adersberger junior, Josef Fuchshuber, Sepp Scheck, Irmi Wendlinger, Miche Schmid und Max Winklmair.
Im Punkt Wünsche und Anträge gab es die Vorschläge den Lehrbienenpfad auszubessern und die Ortseingangstafeln aus Richtung Bernau zu verschönern und an einem anderen Platz aufzustellen. Beisitzer Michi Schmid bedankt sich beim Vorstand mit den Worten: „Stefan, du hast es super gemacht“.
Leichtes Plus
bei Übernachtungen
Max Felber, der Leiter der Tourist-Info Grassau/Rottau, stellte den Tourismusbericht 2025 vor. Zunächst gab er die Ergebnisse des vergangenen Jahres an: Übernachtungen plus 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Gästeanreisen plus 5,0 Prozent, Aufenthaltsdauer minus 6,0 Prozent, Betten minus 0,1 Prozent, Buchungsumsätze plus 9,0 Prozent.