Staudach-Egerndach – Einen Raum, um sich mit einem Buch in der Hand zurückzuziehen und um in fantastische Welten einzutauchen, das hat ab sofort die kleine Grundschule in Staudach-Egerndach. Musikalisch mit Liedern und einigen Reden wurde der neue Büchereiraum jüngst eingeweiht. Auch um die Bedeutung des Lesens in den Vordergrund zu stellen, nahm die Schule diesen neu geschaffenen Lese- und Büchereiraum zum Anlass für ein kleines Fest.
Bereits am Vormittag gab es zwei Lesungen für die Schüler in dem neugestalteten Raum. Lehrerin Judith Surm, zuständig für die Grundschule Staudach-Egerndach verwies auf die „kleine, aber feine“Schulbibliothek und hob zugleich Handwerker und Schüler der Grund- und Mittelschule hervor. Sie fertigten die Regale für Bücher mit Sitzmöglichkeit für die Grundschüler. Ein besonderer Blickfang ist die Bergsilhouette, die wiederum Schüler während des Unterrichts unter Anleitung eines Fachmanns an die Wand malten. Judith Surm dankte zudem Bürgermeisterin Martina Gaukler und der Gemeinde, die die nötigen Umbauarbeiten unter anderem den neuen Boden finanzierten. Finanziell unterstützt haben zudem Schulverband, Elternbeirat und Förderverein. Ideelle Unterstützung erhält die Schule von der Grassauer Bücherei, die stets interessante Bücherpakete schnürt und nach Staudach-Egerndach für die Ausleihe bringt. Auch diese Ausleihmöglichkeit werde beibehalten, erklärte Surm. „Alles startete mit dem Wunsch einen kleinen Raum, einen Ort der Ruhe und des Rückzugs zu haben“, sagte sie. Nun besteht immer mittwochs und donnerstags die Möglichkeit, sich Bücher auszuleihen. Ein spezielles System für die Ausleihe wurde entwickelt.
„Wir halten alle zusammen, lassen niemanden allein“, zitierte Schulleiter Marcus Ullrich aus dem Lied der Schüler und freute sich über die großartige Unterstützung. So kümmerte sich die Gemeinde um den Boden, die Wand wurde von Schülern mit Bernhard Poferl gestaltet und die Bücherregale an zwei Tagen mit Korbinian Schrittenlocher geschreinert.
Auch der kirchliche Segen, gestiftet von Gemeindereferentin Birgit Steinbacher, durfte nicht fehlen. Danach blieb Gelegenheit, sich den neuen Raum anzusehen und ein Lesezeichen zu basteln. tb