Florian Gradl ist neuer Vorsitzender

von Redaktion

Die Feuerwehr Grassau hat eine neue Führung. In der Jahreshauptversammlung übergab Michael Zillner den Vorsitz an Florian Gradl. Neben den Wahlen standen auch der Rückblick auf 108 Einsätze und zahlreiche Ehrungen auf dem Programm.

Grassau – In der Jahresversammlung des Grassauer Feuerwehrvereins herrschte gelöste Stimmung. Schließlich konnten alle Ehrenämter der Vorstandschaft mit engagierten Vereinsmitgliedern besetzt werden. Der langjährige Vorsitzende Michael Zillner konnte die Führung an Florian Gradl und der Stellvertreter Hans Göls an Ruppert Ganslmaier abgeben.

Der Verein zählt 221 Mitglieder, die mit ihrer aktiven Mannschaft Leben sowie Hab und Gut schützen und auch gesellschaftlich einiges zu bieten haben. Zunächst wurde das vergangene Vereinsjahr reflektiert.

Besuche bei Wehren in
Tscherms und Raschau

Vorsitzender Michael Zillner erinnerte an die Besuche der befreundeten Wehren in den Partnergemeinden Tscherms und Raschau zu Jubiläen, an das Eisstockturnier, an die Teilnahme beim Leonhardiritt und am Starkbierfest. Am Kulturfest der Gemeinde beteiligte sich die Wehr mit einem Getränke- und HamburgerStand und nahm am Festsonntag, Festzug und Gottesdienst teil. Auch in diesem Jahr war bereits einiges los, wie etwa das Eisstockturnier und die Skidorfmeisterschaft.

Die Jugendarbeit ließ Jugendwart Ludwig Hafner Revue passieren. Derzeit werden 23 Jugendliche für die Übernahme in die aktive Mannschaft ausgebildet. Bei 42 Aktionen wurden 1.400 Stunden geleistet und bei verschiedenen Übungen der Notfall geprobt. Geplant seien eine Funkübung mit der Rottauer Feuerwehr, ein zwölf Stunden Feuerwehrtag sowie die Teilnahme am Jugendfeuerwehrtag mit Zeltlager.

„Wir stehen gut da“, betonte Kommandant Konrad Nagele und konnte von 72 Aktiven berichten. Ein Nachteil sei, dass der Platz im Haus für die Einsatzkleidung ausgeht, doch auch da werde Abhilfe geschaffen.

Im vergangenen Jahr wurde die Wehr 108-mal gerufen. Darunter gab es 30 Brandmeldungen, 64 Hilfeleistungen, acht Verkehrsunfälle und sechs vorbeugende Maßnahmen zu meistern. Mit den Übungen und Veranstaltungen summierten sich die ehrenamtlich geleisteten Stunden auf zwischen 6.500 und 7.000.

Kurz ging er auch auf die größten Einsätze ein, darunter auf einen schweren Arbeitsunfall mit zwei Personen, die von Betonteilen begraben wurden, einen Kellerbrand und Zimmerbrand sowie einen Einsatz mit einem Bagger im Bachbett. Kein alltäglicher Einsatz war die Explosion in einem Wohnhaus, ebenso wie die Bergung eines Pkw im Ansetzbecken bei den Katekwerken. Auch bei Personensuchen unterstützte die Feuerwehr die Polizei und löschte mehrfach kleinere Brände.

Derzeit werde an einer Machbarkeitsanalyse für das Feuerwehrhaus gearbeitet und überlegt, was erneuert oder ergänzt werden sollte.

Auch die Gemeinde leiste ihren Beitrag und gab 84.000 Euro zuzüglich 33.000 Euro für die Feuerwehren aus. Die Aufbereitung des Löschfahrzeugs LF10 sei hier mit 120.000 Euro nicht berücksichtigt. Für die Jahre 2027 und 2028 wurde im Finanzplan eine Million Euro zur Beschaffung einer Drehleiter eingestellt.

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Stefan Kattari konnte Florian Gradl zum Vorsitzenden gewählt werden. Er löst damit Michael Zillner ab. Auch Hans Göls stellte sich einer Wiederwahl nicht mehr. An seine Stelle als Zweiter Vorsitzender tritt nun nach mehrheitlicher Wahl Ruppert Gansl- maier. Die Kassenführerin Vanessa Göls wurde in ihrem Amt bestätigt.

Nicht mehr kandidieren wollte Schriftführer Martin Weidner, der über 30 Jahre Vereinsgeschichte als Schriftführer festgehalten und insgesamt 50 Jahre sortiert habe. „Behaltet das in Ehren“, bat er und gab zudem ein paar kuriose Einblicke in die Vereinsgeschichte. So sollte die Feuerwehr ein paar Jahre nach ihrer Entstehung wieder aufgelöst werden, da nach einem Brand die Zeche so hoch war, dass sich diese keiner leisten konnte. Auch wusste Weidner, dass während der 100-Jahr-Feier der Feuerwehr im Jahr 1972 abends die Sirenen ertönten und ein Bauernhof brannte. Die befreundete Tschermser Feuerwehr habe ausgeholfen. In seine Fußstapfen tritt nun als neue Schriftführerin Michaela Pfautsch.

Einen Wechsel gibt es auch in der Jugendleitung. Jugendwart Ludwig Hafner gab die Leitung an Niels Fischer ab und für Stefan Nagele, bislang Zweiter Jugendwart, tritt Raphael Blösl ein. Ludwig Hafner bleibt als Dritter Jugendwart erhalten. Mannschaftssprecher wurden Florian Hübner und Simon Mrazek.

Auszeichnung für
verdiente Mitglieder

Ebenfalls wurden verdiente Mitglieder geehrt. Michael Zillner bezeichnete dies als „besondere Knaller“. Zum einen wurde Martin Weidner für 30 Jahre Schriftführung geehrt. Geehrt wurde ebenfalls Karl-Heinz Neumann, der 30 Jahre als Fähnrich agierte, und der „Oberknaller“, so Zillner, sei Klaus Zeisberger, der 34 Jahre lang die Kasse geprüft habe. Auch die Kreisbrandinspektion ehrte verdiente Kameraden. So wurden für 25 aktive Dienstjahre Michael Zillner und Franz Irger ausgezeichnet.

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