Planungen am Priener Bahnhof: Wer soll das alles verstehen?

von Redaktion

Zum Artikel „Die Gemeinderäte stimmen Kostenbeteiligung zu“ (Lokalteil):

Ich fahre täglich mit dem Zug und beobachte, wie die Personenunterführung am Priener Bahnhof von Monat zu Monat und von einem Regentag zum nächsten immer mehr verkommt und marode wird. Seit vor einigen Jahren die Überdachung der Bahnsteige in einer Nacht- und Nebelaktion entfernt wurde, lässt die Bahn die Fahrgäste im Regen stehen. Was jedoch noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass sie die Bausubstanz mutwillig verkommen lässt. Das Mauerwerk ist durchnässt, Farbe und Verputz bröckeln, Metallteile rosten, die Uhren wurden abmontiert und der Anblick der Unterführung ist für einen Tourismusort beschämend.

Auch die denkmalgeschützten Säulen rosten vor sich hin und verfallen zusehends. Als das Dach noch vorhanden war, waren sie – zumindest aus laienhafter Sicht – noch vollkommen in Ordnung. Ich sehe schon kommen, dass es dann heißt, die Säulen sind jetzt in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht mehr saniert werden können.

Obwohl die Gemeinde bei der Bahn keinerlei Mitspracherecht hat und offensichtlich auch kaum informiert wird, verlangt die Bahn von der Gemeinde nun auch noch, 45.000 Euro zur Sanierung beizutragen. Die Gemeinde hatte kein Mitspracherecht, als die Dächer entfernt wurden. Aber nun soll sie diesen doch recht hohen Betrag beisteuern – noch dazu, ohne zu wissen, was genau gemacht wird.

Auch steht im Artikel zu lesen, dass der Bahnhof barrierefrei werden soll, der fehlende östliche Lift aber nicht 2027 geplant wird. Solange aber dieser Lift fehlt, fehlt auch die wichtigste Voraussetzung für Barrierefreiheit – vor allem für diejenigen Touristen und Bürger, die Richtung See möchten.

Wer soll das alles verstehen? Ich verstehe es nicht!

Elisabeth Gröger
Prien

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