Siegsdorf – Mit der bewährten Mannschaft geht der Imker- und Bienenzuchtverein Siegsdorf in die kommenden drei Jahre. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde unter der Leitung von Siegsdorfs Drittem Bürgermeister Martin Maier die Vorsitzende Cornelia Frank einstimmig bestätigt. Stellvertreter Wolfgang Lewald stellte sich mangels Alternativen noch einmal zur Verfügung und wurde ebenso einstimmig gewählt wie Kassier Florian Mechernich und Schriftführerin Birgit Bösl. Um die Jugend kümmert sich auch weiterhin Julia Rosenegger, und Christian Mayer wird künftig anstelle von Christian Summerer als Beisitzer den Vorstand unterstützen. Um die Kassenprüfung kümmern sich weiterhin Anton Staller und Wolfgang Thoma. Dritter Bürgermeister Martin Maier, selbst erfahrener Imker, wünschte den Siegsdorfer Bienenzüchtern ein erfolgreiches und „bienengesundes“ Jahr. Mit dem Hinweis auf die Auszeichnung „Insektenfreundliche Gemeinde“ für Siegsdorf lobte er die engagierten Bauhofgärtner für ihre gute Arbeit und rief alle auf, sich auch weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde zu beteiligen.
Zweiter Vorsitzender Wolfgang Lewald berichtete aus der Arbeit der Vorstandschaft im vergangenen Jahr und monierte ein „ruhiges Jahr“, da sich die Mehrzahl der Mitglieder nur mit wenig Engagement an den Angeboten der Vorstandschaft beteiligt hatte. Immer gut angenommen werden dagegen die Besuche der Imker im Kindergarten und das Ferienprogramm, bei dem die Kinder selbst Kerzen anfertigen und Modelle gießen konnten. Die Ausführungen zur Varroabehandlung und den dafür geeigneten Mitteln unterlegte Lewald mit seinen persönlichen Erfahrungen und erinnerte dabei auch an die Sammelbestellung der Behandlungsmittel durch den Verein, die auch vom Landkreis mit Fördergeldern unterstützt wird.
Von einer stabilen Kassenlage konnte Florian Mechernich berichten, der dafür von den Kassenprüfern, ebenso wie die gesamte Vorstandschaft, einstimmig entlastet werden konnte. Weiterhin kam zur Sprache, dass der Pachtvertrag für den „100-Jahr-Platz“, den die Imker zum Jubiläum in der Nähe von Reuten angelegt hatten, auslaufen wird. Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern aus Adelholzen, denen das Grundstück gehört, wird mit ihren Gärtnern den kleinen Platz aber weiterhin im Sinne der Imker pflegen und betreuen. Zum Abschluss plant man ein kleines Abschiedsfest, zu dem wetterbedingt aber erst kurzfristig eingeladen werden soll.
Die Vorstandschaft plant für den Sommer zudem einen „Info-Abend“ für die Mitglieder im Vereinsheim, um den Imkern das umfangreiche Equipment des Vereins vorzustellen und sie über die anstehenden Aufgaben wie Jugendarbeit, Kindergartenbetreuung oder Ferienprogramm umfassend zu informieren.
Wolfgang Lewald erinnerte alle daran, dass das Auftreten der „Asiatischen Hornisse“ im Chiemgau nur noch eine Frage der Zeit sei und rief sie zu erhöhter Wachsamkeit auf. Auf kein Interesse im Verein stieß der Aufruf des Landratsamtes zur Übernahme von „Blühpatenschaften“. Die Imker würden genug zu einer intakten und ökologischen Landschaft beitragen; Patenschaften für blühende Ackerflächen sollten aus anderen Gesellschaftskreisen gefördert werden, hieß es dazu aus den Reihen der Mitglieder. fkr