Prien – Sigrid und Jürgen Trendel begingen jüngst ihre goldene Hochzeit, zu der der Dritte Bürgermeister Martin Aufenanger recht herzlich gratulierte. Die beiden gebürtigen Sachsen hätten sich 1975 in Zittau beim Tanzen in einer Disco kennengelernt und kurz danach in der Oberlausitz geheiratet.
Sigrid hatte in Zittau ein kleines Geschäft, das Nähmaschinen, Kurzwaren und Wolle verkauft. Jürgen Trendel arbeitete als Maurer.
Viele Jahre nach der Wende hätten sie immer wieder Urlaub in Siegsdorf gemacht. Es habe ihnen so gut gefallen, dass die Töchter hier ihre Ausbildungen als Hotelfachfrauen begonnen hätten: Doreen 1992 beim Wassermann in Seebruck und die jüngere Kathleen im Priener Hotel Luitpold, so Sigrid Trendel im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung .
Jürgen Trendel fand 1999 auch eine Stelle beim Bauunternehmen Scheck in Prien. „Ein halbes Jahr pendelte mein Mann zwischen Prien und Zittau hin und her, dann wurde es uns zu viel und ich gab meine Selbstständigkeit 2000 auf, um auch in den Chiemgau zu ziehen“, erzählte Sigrid Trendel.
In Prien fand sie in der Drogerie Müller eine neue Position, die sie 17 Jahre lang ausübte.
Gefragt nach dem Rezept für eine lange Ehe, erklärten die beiden, man müsse in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhalten. Mittlerweile genießen die beiden ihr Rentnerdasein, das geprägt ist von Gartenarbeit und der Zeit mit dem Mischling aus Zwergpinscher und Dackel, „Fanny“, der die beiden auf Trab hält.
Auch das Hobby von Jürgen Trendel – der Gartenteich mit den Kois sowie das große Aquarium mit den wunderschönen südamerikanischen Diskusfischen – nimmt viel Zeit in Anspruch. Schön sei es, dass die Töchter vor Ort wohnen würden und sie auf diese Weise recht viel Zeit mit Enkelin Jessica verbringen könnten.
„Wir fühlen uns wohl in Bayern. Auch wenn wir immer einmal wieder in die Heimat fahren, um Freunde zu besuchen – hier sind wir verwurzelt.“ pw