Ortsbild von Gollenshausen muss bewahrt werden

von Redaktion

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Der geplante „Anbau“ wird in einigem Abstand vor dem Gemeindehaus direkt an der Hauptstraße stehen. Das Gebäude verdeckt dann sowohl das schön gestaltete Gemeindehaus als auch, wenn man von Lambach herkommend – die Sicht auf die spätmittelalterliche Gollenshausener Kirche, egal welche Fassade.

Einen historischen Ortskern so zuzubauen ist problematisch. Sichtachsen, wie die auf unsere Pfarrkirche, sind für den Denkmalschutz relevant.

So etwas weiß man auch in Breitbrunn, dort ist man mit dem historischen Ortskern und der neubarocken Kirche von 1899 viel behutsamer.

Unsere Pfarrkirche mit dem gotischen Gewölbe und dem Chorbogen von 1495 hat das auch verdient, deswegen muss dringend ein anderer Bauplatz gefunden werden. Nur so kann ein wichtiges Element für den Tourismus in unserer Gemeinde, nämlich das schöne Ortsbild von Gollenshausen, bewahrt werden. Eine Gemeinde wie Gstadt/Gollenshausen kann sich eine wertschätzende Ortsgestaltung durchaus leisten.

Als Mitglied der Feuerwehr Gollenshausen und frühere First Responderin ist das hier kein Angriff auf meine Vereinskollegen, Nachbarn und Freunde, sondern ein Appell zur Achtsamkeit bezüglich unseres historischen Ortskerns.

Der im Zusammenhang mit dem Feuerwehrneubau viel kritisierte Gemeinderat und Kirchenpfleger Georg Anderl bekam bei der Kommunalwahl die zweitmeisten Stimmen und ist damit außerdem für das Amt des Zweiten Bürgermeisters prädestiniert.

Dass im neuen Gemeinderat auch eine Pfarrgemeinderätin vertreten sein wird, die sich kraft ihres Amtes ebenfalls für unsere Pfarrkirche einsetzen kann, ist erfreulich.

Gabriele Kerschl
Gollenshausen/Gstadt

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