Marquartstein – Der Trachtenverein Marquartstein-Piesenhausen hatte zur Jahreshauptversammlung in den Prinzregentensaal eingeladen. Vorstand Roland Polleichtner zeigte sich erfreut über den zahlreichen Besuch und konnte mitteilen, dass der Trachtenverein aktuell 346 Mitglieder zählt, acht mehr als im vergangenen Jahr, davon 31 Ehrenmitglieder. Es gab sieben neue aktive Mitglieder und keine Austritte.
Die Liste der Ehrungen war diesmal lang: Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Annemarie Aigner, Gabi Aigner, Hans Aigner, Klara Entfellner, Traudl Hammerschmid, Elisabeth Hurler, Waltraud Konarski, Peter Leitner, Andreas Reiter, Simon Reiter, Hilde Stein, Birgid Troibner sowie in Abwesenheit Dieter Furch, Ludwig Danzl, Gerhard Doll und Siegfried Götze geehrt. Eine 25-jährige Mitgliedschaft feierten Andreas Aigner, Rudi Ammer und Sebastian Schatz, in Abwesenheit Marianne Lex.
Chronologischer
Rückblick
Roland Polleichtner hielt einen chronologischen Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr, wobei über einzelne Veranstaltungen die zuständigen Mitglieder gesondert berichteten. Das vergangene Jahr war wieder ein ereignisreiches Jahr, doch ruhiger wird es heuer sicher nicht, da die Vorbereitungen für das Gaufest in vollem Gange sind. Der Trachtenverein war bei allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen maßgeblich dabei. Ohne die Unterstützung der Vereine wären die Veranstaltungen kaum vorstellbar.
Die Aktivitäten begannen im Februar mit dem schon traditionellen und sehr erfolgreichen Trachtenkleidermarkt. Hoch her ging es im März beim Weiberfasching. Im April fanden bereits die ersten Informationsveranstaltungen zum „Gaufest dahoam“ mit den Vereinen und der Kirche sowie mit den Feldwiesern statt. Die Gaufrühjahrsversammlung in Atzing wurde besucht. Im Mai gab es die zweite Bagger-Party, die als erfolgreich und friedlich bezeichnet wurde. Weiter ging es mit Auftritten beim Standkonzert am Musikpavillon. Jedes Jahr fester Bestandteil ist die Teilnahme an der Trachtenwallfahrt in Raiten.
Das Fest im Juli zum Jubiläum des Gartenbauvereins sei „bärig“ gewesen, berichtete der Vorstand weiter. Natürlich sei der Verein auch beim Gaufest in der Feldwies gut vertreten gewesen. Ein weiterer Vereinshöhepunkt war das beliebte Waldfest, wobei besonders die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt hervorzuheben waren. Im September führte der Mitgliederausflug nach Tittmoning. Im Oktober fand die Wallfahrt zum Klobenstein statt, diesmal als Bittwallfahrt für das Gaufest. Auch bei der Teilnahme am Adventsgarten klappte alles gut, resümierte Polleichtner.
Claudia Hacher informierte über die Kinder- und Jugendarbeit und berichtete, dass die beiden Gruppen gut proben und die Buben und Dirndl zahlenmäßig ausgewogen seien. Zwei Dirndl und zwei Buben seien wieder in der Gaujugendgruppe vertreten. Insgesamt waren 37 Kinder und Jugendliche für die vergangene Trachtensaison gemeldet, 23 in der Kindergruppe und 14 in der Jugendgruppe. Claudia Hacher führte alle Ergebnisse vom Achental-Jugendpreisplatteln und -dirndldrahn in München sowie die vielen Aktivitäten auf, an denen die Jugendlichen und die Kinder mit Eifer dabei waren. Ebenfalls wurde bekannt gegeben, dass die Jugendleiter Claudia Hacher und Claudia Bodenstein im Jahr 2027 nicht mehr zur Wahl antreten und das Gaufest als Abschluss ihrer Jugendleitertätigkeit betrachten.
Vorplattler Nik Egger berichtete von den vielen Terminen im vergangenen Vereinsjahr. Mitte Januar reisten sie zusammen mit den Bernauern und Staudachern zur Grünen Woche nach Berlin. Auch der Fasching war ein Thema, mit einer großen Gruppe wild kostümierter Aktiver beim Faschingszug in Reit im Winkl sowie der Teilnahme an den bereits erwähnten Festen. Es werde auch schon fleißig für das Gaufest geprobt. Arbeiten für die Bar wurden begonnen, Dekorationen und handwerkliche Vorbereitungen seien ebenfalls in vollem Gange. Die Vertreterin der Röckifrauen, Caroline Egger, hatte ebenfalls von einem ausgefüllten Vereinsjahr zu berichten. Spezielle Termine waren ein Gredei-Kurs und eine Messe im Burgkircherl für die verstorbenen Röckifrauen. Beim Vereinsplatteln wurde die Verpflegung im Saal mit organisiert. Der Mitgliederausflug im September führte nach Tittmoning. Für dieses Jahr stehe als wichtigster Punkt das Gaufest an, bei dem die Röckifrauen unter anderem im Kaffeezelt beteiligt seien. Auch hier gab es noch die Bitte, sich in die Helferlisten einzutragen. Ein großer Dank ging an alle Beteiligten, die zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen. Festleiter Martin Heiler zeigte sich begeistert vom großen Zuspruch zum Gaufest. Die Vorstandschaft zeigte sich überzeugt, dass sich das Dorf auf das Fest freue und sich aus verschiedenen Bereichen Unterstützung finden lasse, und erinnerte erneut an die Eintragung in die Helferlisten. Er berichtete noch, dass ein Fotopunkt für das Gaufest auf dem Schrobenhauser-Grundstück aufgestellt werde, fand aber, dass die beste Werbung sei, „reden mit de Leit“.
Historische
Filme begeistern
Polleichtner gab noch einen Terminausblick für dieses Jahr, der auf der Homepage des G.T.E.V. nachzulesen ist. Turnusmäßig wären auch heuer Neuwahlen, diese wurden auf das Frühjahr des kommenden Jahres verschoben. Zum Abschluss hatte Roland Polleichtner eine lange Liste von Mitgliedern und Helfern, die sich für den Verein eingesetzt hatten und bei denen er sich herzlich bedankte.
Er hatte die Bitte und einen persönlichen Aufruf zum Mitgestalten des Gaufestes dahoam. Er betonte, es sei eine einmalige Gelegenheit, dieses Fest gemeinsam zu feiern. Sein Appell an alle lautete: „Kommt, helft und feiert!“ Zur Freude aller Anwesenden präsentierte Karl Burkhard zum Abschluss zwei Filme: das Gaupreisplatteln 1976 in Marquartstein und einen Ausflug in die Wachau Anfang der 70er-Jahre.