Rottau – Vorsitzender Hans Kern begrüßte bei der Jahresversammlung des Gartenbauvereins Rottau im Café König die zahlreichen Besucher, darunter Georg Unterhauser, den ehemaligen Kreisfachberater des Landratsamtes Traunstein, und Kreisverbandsvorsitzende Birgit Furtner.
Im Rückblick ging Kern auf die vielfältigen Veranstaltungen im vergangenen Jahr ein. Die wichtigsten Aktionen waren die Säuberungsaktion „Ramadama“, der Gartenflohmarkt, ein Auftritt bei der 900-Jahr-Feier in Grassau, das Kartoffelfest mit 40 Kindern, der Kräuterbuschenverkauf, ein Bastelnachmittag mit Kindern und das Krauteinmachen. Wegen des großen Andrangs musste die Aktion „Garten im Glas“ mit dem Fermentieren von Gemüse zweimal abgehalten werden. Die herausragende Veranstaltung in diesem Jahr wird der „Tag der offenen Gartentür“ am 28. Juni sein.
Bürgermeister Stefan Kattari lobte die Arbeit der Rottauer Gartler und lud zum Gaufest der Gartler ein. Da diese Veranstaltung nur alle drei Jahre stattfindet, verbesserte er sich und nannte sie „Olympia der Gartler“. Birgit Furtner dankte für das ehrenamtliche Engagement des Vereins mit der Übernahme des „Tages der offenen Gartentür“ und bestellte für diesen Tag schönes Wetter.
Vorsitzender Kern dankte Konrad Huber, der die Geräte des Vereins – Gartenhäcksler, Vertikutierer und Kompostsieb – wartet und austeilt. Kassierin Christine Langmann gab einen sehr erfreulichen Kassenstand bekannt. Martina Hain und Claudia Huber lobten ihre gute Arbeit, und so wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.
Beim „Tag der offenen Gartentür“ werden viele Vereine bei der Bewirtung der Gäste mitwirken, und auch die drei Gaststätten haben geöffnet. Mit wunderschönen Bildern zum Thema „Heimat unterm Föhnhimmel – Der Chiemgau und Rupertiwinkel aus der Vogelperspektive betrachtet“ begeisterte Georg Unterhauser die Besucher.
In seiner Lehrstunde für Heimatkunde bezeichnete er den Landkreis Traunstein als einen der schönsten in Deutschland. Seine Luftbilder nahm er mit einer Drohne auf Höhen bis zu 120 Metern auf. Die schönen Kirchen und Klöster nahm er natürlich auch von innen auf, so die Rokokokirche von Baumburg, das Gotteshaus von Rabenden mit dem Flügelaltar aus dem Jahre 1515 und das Kloster Seeon mit einer 1.000-jährigen Geschichte, das jetzt dem Bezirk Oberbayern gehört. In verschiedenen Bildern verfolgte er auch die Entwicklung der 2014 entstandenen Firma Steiner in Kirchweihdach, die auf- grund der Geothermie eine auf 20 Tagwerk gewachsene Fläche zum Anbau von Tomaten, Paprika und Erdbeeren geschaffen hat. Mit den Bildern haben die Besucher den Landkreis besser kennengelernt. Eines der letzten Bilder stammt aus dem Jahre 1973 und zeigt Rottau.
Unterhauser bezeichnete das Dorf als schönes, geschlossenes Dorf mit viel Grün und wunderbar gelegen. Der „schöne Friedhof“ sei sicher einer der Gründe dafür gewesen, dass Rottau damals Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde, so Unterhauser. Er schloss mit den Worten: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ Mit lang anhaltendem Beifall dankten die Besucher für den schönen, lehrreichen Bildervortrag. Mit seiner Aufforderung: „Wir sehen uns am 28. Juni in Rottau!“ schloss die Versammlung.