Chiemsee/Fraueninsel – Der spektakuläre Zufallsfund im Boden im Rahmen einer Untersuchung des Bayerischen Landesdenkmalamtes auf der Fraueninsel sorgte im Frühjahr 2024 für ein großes mediales Echo. Auf der Suche nach den Fundamenten der St.- Martins-Kapelle auf der Fraueninsel waren die Denkmalschützer auf den Grundriss eines mittelalterlichen Bauwerks gestoßen.
Zufallsfund aus
dem Jahre 2014
Dieses Oktogon war seitdem über eine spezielle Bepflanzung sichtbar gemacht worden. Jetzt sollen weiteres Schritte folgen und die Gemeinde Chiemsee will sich auch an den Kosten beteiligen.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ging es um eine Entscheidung, in wie weit sich die Gemeinde Chiemsee an den Kosten für eine Visualisierung des Oktogons, welches ja im Erdreich verborgen ist und bleiben soll, beteiligen möchte. Dazu wurden in den vergangenen Wochen schon mit Dr. Marc Miltz vom Bayerischen Landesdenkmalamt Gespräche geführt und auch ein konkretes Angebot von Peter Jell aus Breitbrunn eingeholt. Nach amtsinterner Abstimmung von Dr. Marc Miltz werde nun vorgeschlagen, dass das Bayerische Landesamt für Denkmalschutz die Kosten für das Material und die Anfertigung der Corten-Einfassung übernehme. Die Gemeinde müsse dann die Kosten für die Montage vor Ort, die Bepflanzung und die laufenden Kosten übernehmen. Die Montage könne von den Arbeitern des gemeindlichen Bauhofs unter der Mithilfe von Peter Jell erfolgen. In dem konkreten Angebot sind hierbei Kosten für den Arbeitseinsatz von Peter Jell in der Höhe von 65 Euro pro Stunde vermerkt.
Bepflanzung und Pflege
zahlt die Gemeinde
Der Gemeinderat diskutierte eingehend über die weitere Vorgehensweise, weil alles von einer Einigung mit der Grundstückseigentümerin abhängt. Kommt ein Gestattungsvertrag mit dieser zu einem positiven Abschluss, würde die Gemeinde Chiemsee die Kosten für die Montage, die Bepflanzung und auch die Pflege übernehmen. Darauf verständigten sich abschließend die Räte.