148 Hornveilchen in der Gemeinde gepflanzt

von Redaktion

Gartenbauverein Staudach-Egerndach plant Ausflüge und bereitet sich auf den Klimawandel vor

Staudach-Egerndach – Der Osterbrunnen wird wieder geschmückt und zum Blickfang in der Gemeinde. In der Jahresversammlung des Gartenbauvereins gab Vorsitzender Peter Drogoin eine kurze Rückschau und Vorschau auf die kommenden Aktionen. Kreisfachberater Markus Breier wandte sich dem Klimawandel im eigenen Garten zu. „Für Palmen und Bananenbäume bleibt es zu kalt“, erklärte er.

Peter Drogoin richtete sein Augenmerk auf den Vereinsausflug nach Schärding in Österreich zur Landesgartenschau. Gemeinsam mit dem benachbarten Marquartsteiner Gartenbauverein war der Bus voll belegt und die Gartenschau brachte Gesprächsstoff und Anregungen. Weiter informierte der Vorsitzende über die Pflanzaktionen des Vereins. So wurde das Maibaumbeet neu bepflanzt, die Blumenrabatten der Gemeinde sowie die Blumenkästen an der Brücke, die Bereiche an den Brunnen in Staudach wie in Egerndach und der Bereich um das ehemalige Verkehrsbüro geschmückt. Auch in diesem Jahr werden sich die beiden Gartenbauvereine einen Bus teilen und am 13. Juni nach Vorchdorf in Österreich in die Nähe von Gmunden am Traunsee fahren. Ziel wird ein über 4.000 Quadratmeter großer privater Garten, der Adamsgarten mit verschiedenen Themenbereichen, sein, so ergänzte Kassier Paul Bauer, der die Anmeldungen entgegennimmt. Er stellte auch den Kassenbericht vor und informierte, dass die Jubilare besucht werden. „Ein bisschen Wind darf kommen, so schnell fallen wir nicht um“, fasste Bauer den Kassenbestand zusammen. Das bestätigte Kassenprüferin Elke Kröss, die die Entlastung herbeiführte. Voll des Lobes war Zweiter Bürgermeister Peter Schwarz, der sich nicht nur über den schön dekorierten Saal, sondern vor allem über die Blütenpracht das ganze Jahr hinweg freute. „Bitte macht weiter so. Wir sind ein Vereinsdorf und da helfen alle zusammen“, sagte Schwarz.

Ein Verein lebt auch von seinen langjährigen treuen Mitgliedern, fuhr Peter Drogoin fort, der für 50-jährige Mitgliedschaft Albert Neumayer auszeichnete.

In der Vorschau informierte der Vorsitzende, dass wieder gepflanzt und der Osterbrunnen geschmückt wird. Geplant ist zum Tag der offenen Gartentür am 28. Juni nach Rottau zu radeln. Eine weitere Radltour, der Termin wird noch bekannt gegeben, um Gärten in den Nachbargemeinden anzusehen, ist ebenfalls vorgesehen. Während Kreisfachberater Markus Breier dem Klimawandel im eigenen Garten sein Interesse widmete, konnten die Mitglieder am Gewinnspiel teilnehmen und raten wie viele Hornveilchen gepflanzt wurden. Es waren 148. Der Gewinner darf kostenfrei an der nächsten Vereinsfahrt teilnehmen.

Die erste Prognose des Kreisfachberaters lautete, es werde mehr Hitze und mehr Trockenheit geben. Die heißen Tage hinterlassen Spuren und so kann es beim Obst zu Sonnenbrand kommen, was das Obst ungenießbar macht. Vor allem die kleinen Obstsorten, wie Sanddorn und Schlehen, aber auch Kirschpflaumen und generell Steinobst vertragen die heißer werdenden Sommer. Die Linde halte ebenfalls viel aus und spende Schatten. Zum Niederschlag wusste Markus Breier zu sagen, dass etwa ein Drittel weniger Jahresniederschlag zu erwarten sei. Er riet zu Regentonnen. Zudem sollten im Garten auch Bereiche mit Wasser, ein kleiner Teich für Insekten, Vögel und Igel angelegt werden. tb

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