Rimsting – Die beiden Feuerwehr-Ratschen, Josef Bauer und Sebastian Strohmayer, hatten bei ihrem Auftritt beim Starkbierfest der Greimhartinger Feuerwehr jede Menge „verbale Munition“ dabei.
Damit heizten die beiden dem gut gelaunten Publikum im vollbesetzten Gemeindehaus ordentlich ein und brachten mit einer Gesangseinlage die Lachmuskeln der Besucher zum Beben.
Für beste Stimmung sorgte die Band „ProBierMas Musi“ und letztlich die Tombola.
Aus den Vollen
geschöpft
Christian Perl, seit der Jahreshauptversammlung im Februar neuer Erster Kommandant, konnte unter den Besuchern nicht nur die amtierenden Bürgermeister der Gemeinde Rimsting begrüßen, sondern auch die Gemeinderäte und Kreisbrandrat Ralf Winkelbeiner. Selbstverständlich war auch heuer wieder der Auftritt der beiden „Feuerwehr-Ratschen“ der Höhepunkt des Abends.
Die beiden schöpften bei ihrer Themenwahl aus dem Vollen. So sei es nicht ratsam, den „Kaffee schwarz zu trinken“, da zu befürchten sei, „dass man da auch noch Steuern nachzahlen muss“. Die Politiker im Allgemeinen bekamen sprichwörtlich ihr Fett weg, denn „aktuell sind die nur nett, weil sie unsere Stimmen wollen“.
Natürlich nahmen sie auch die Kommunalwahlen aufs Korn und alle Gruppierungen im Rimstinger Gemeinderat wurden dabei ordentlich auf die Schippe genommen. Die beiden blickten auch über die Ortsgrenze und hatten dabei nicht nur die Ortsumfahrung bei Prutdorf im Auge.
Nach 40 Jahren Planungszeit sei deren Bau nun endlich losgegangen – „da war Tschernobyl“, konstatierten die beiden trocken.
Gar nicht verstehen konnten sie, dass Michael Anner nicht gegen Andreas Friedrich als Bürgermeisterkandidat angetreten sei. Laut den Ratschen wäre das ein „Duell auf Augenhöhe“ gewesen.
Allerdings werde man als Bürgermeister für fast alles geschimpft. Als Beispiel nannten sie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Das habe bei der Bürgerversammlung eine Bürgerin als „Funzelbeleuchtung“ tituliert, erinnerten die zwei.
Verbales
Spritzwasser
Die glücklose Spielplatzsuche der Gemeinde, ein ominöser „anonymer Apfelbaum-Hasser“, die Graffiti-Schmierereien am Hochbehälter und die fast schon unheimlich gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen waren weitere Schwerpunkte ihres verbalen Spritzwasser-Einsatzes.
Zum guten Schluss intonierten die zwei noch ein Lied der Komödianten „Eure Mütter“, welches sie auf Bayerisch zum Besten gaben.
Als Glücksfee fungierte dann Lena Kögl und zog für Strohmayer und Bauer die Lose aus dem gläsernen Behältnis. Wie immer gab es Gewinne wie Gselchtes und selbst gebackenes Brot. Als Hauptpreis winkten zwei Lose für einen Kabarettabend im Rimstinger Gemeindehaus.