Staudach-Egerndach – Nun ist es amtlich, die zwölf Mandatsträger des Staudach-Egerndacher Gemeinderats stehen fest. Um den Einzug in den Gemeinderat musste bei Stimmengleichheit gelost werden. Ein sehr seltener Vorgang.
Die Stimmung im Rathaus war angespannt und einige Gemeinderäte kamen zur öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses, um die Auslosung des letzten Mandats mitzuerleben. Auch Bürgermeisterin Martina Gaukler war gespannt, wer ab Mai im Gemeinderat mitwirkt. Beide erzielten bei der Kommunalwahl genau 269 Stimmen. Die Wahlleitung oblag Bernd Koller. Zunächst jedoch prüfte der Wahlausschuss akribisch alle Wahlprotokolle. Erst nachdem alle Protokolle für richtig befunden waren, wurde zum Losverfahren übergeleitet. Die Kandidaten wie auch Ausschussmitglied Uli Huber, der sich bereit erklärte, das Los zu ziehen, mussten den Saal verlassen.
Dann wurden die Namen auf zwei identische Zettel geschrieben und in identische Briefumschläge gesteckt. Kandidaten und „Glücksfee“ Huber durften wieder eintreten. Huber zog den Umschlag, Koller öffnete diesen und verlas den Gewinner: Das Mandat ging an Bauer. Der bislang amtierende Michael Sturm wurde nicht gezogen. Die Beziehung von Michael Sturm zum Rathaus bleibt aber bestehen, denn als Kommandant der Feuerwehr ergeben sich immer wieder Überschneidungen. tb