Breitbrunn – Des einen Leid, des anderen Freud: Der niedrige Wasserstand des Chiemsees ermöglichte den Einsatz eines Baggers zur Stegsanierung im Kailbacher Winkel.
Gleichzeitig war es diesem Umstand zu verdanken, dass die massiven Schäden überhaupt sichtbar wurden. In der jüngsten Sitzung des Breitbrunner Gemeinderats nahm Bürgermeister Anton Baumgartner Stellung zu den bereits abgeschlossenen Sanierungsarbeiten.
„Wir mussten das gleich machen, weil der Bagger gut arbeiten konnte“, erklärte der Rathaus-Chef. Insgesamt wurden 13 Pfosten an der Steganlage im „alten Strandbad“ ausgetauscht. Die Arbeiten fanden zwischen dem 16. und dem 19. Februar statt, nachdem das Landratsamt Traunstein sowie die staatliche Schlösser- und Seenverwaltung kurzfristig ihr Einverständnis gegeben hatten.
Landseitig wurden die Pfosten ersetzt und morsche Bauteile ausgetauscht. Da der Bagger direkt im Uferbereich operieren konnte, war der Einsatz eines teuren Floßes nicht notwendig.
Die Fachfirmen Huber und Erdbau Gierlinger, die bereits im Seglerhafen tätig waren, übernahmen die Ausführung. Der Gemeinderat genehmigte die angefallenen Sanierungskosten nun offiziell im Nachgang. Die Auftragssumme für die Zimmererarbeiten der Firma Huber beläuft sich auf 6.660 Euro brutto, während für den Bagger-Einsatz der Firma Erdbau Gierlinger 1.364 Euro brutto fällig wurden.
Durch die unkomplizierte Umsetzung konnten die Kosten für die Gemeinde im Vergleich zu einer schwimmenden Baustelle deutlich reduziert werden.
Alexandra Dachs