„Alessa“ mischt die Hoppenstedts richtig auf

von Redaktion

Viel Applaus bei der Premiere – Rettenbacher Theaterfreunde glänzen – Weitere Termine ab Freitag

Traunstein – Unsere moderne Lebenswelt macht uns das Leben zwar in vielen Bereichen leichter. Dennoch gibt es Momente in unserer schnelllebigen Zeit, in denen man diese Annehmlichkeiten „verflucht“. Die digitale Sprachbox „Alessa“ der Familie Hoppenstedt ist bei den diesjährigen „Rembocher Theaterern“ nicht nur der Namensgeber, sondern bildet auch den „Kern allen Übels“ in der Boulevardkomödie auf der Bühne im Gasthaus Jobst in Rettenbach.

Viele lustige Szenen, schauspielerische Können und ein Thema unserer Zeit – das sind die Zutaten für ebenso unterhaltsame wie verzwickte Szenen auf der Bühne. Der Dreiakter spielt im Wohnzimmer der Familie Hoppenstedt und beginnt damit, dass Elmar (Florian Billinger) und Edith (Martina Sarlette) nach 25 Ehejahren zum ersten Mal getrennt verreisen wollen. Dies gefällt der neugierigen Tante Gieschen Spatz (Irmi Gartner) überhaupt nicht. Deshalb greift sie zusammen mit ihrer Freundin Meta Blümchen (Bettina Hackl) ins Geschehen ein. Da die Urlaubspläne der beiden Hausbewohner jedoch nur als Tarnung gedacht waren, um sich „a boor schene Dog“ mit ihren Liebschaften Manfred Schlüssel (Martin Schmalzbauer) und Uschi Magerquark (Johanna Gartner) zu machen, entwickelt sich dank der modernen Technik im Haus eine ebenso spannende wie witzige Komödie, die die Hoppenstedts mitunter ordentlich in die Bredouille bringt.

Abgerundet wird das Stück durch die beiden Ganoven Alexander Schlau (Albert Parzinger) und Bubi Dümmlich (Maxi Klammer), die auf der Bühne nicht nur zu schauspielerischer Hochform auflaufen, sondern auch wesentlich dafür verantwortlich sind, dass das Durcheinander auf der Bühne seinen Lauf nimmt. Dabei hadern die beiden nicht nur einmal mit der Sprachbox „Alessa“ (gesprochen von Franziska Gartner und Anneliese Ober). Als weitere – leise – Stimme im Hintergrund war Frida Billinger als Souffleuse nur für die Protagonisten zu hören. Sabine Niederbuchner und Regina Frank zeigen sich für die Maske verantwortlich. „Wenn ihr nur annähernd so viel lachen musstet, wie wir es in den Proben bereits getan haben, dann dürfen wir zufrieden sein“, betonte Theaterleiterin Irmi Gartner am Ende eines lang anhaltenden Applauses.

Am kommenden Freitag (27. März) und Samstag (28. März) zeigen die Theaterspieler die Komödie jeweils um 20 Uhr, und am Sonntag (29. März) wird der Trachtenvorsitzende Franz Maier um 19 Uhr die Zuschauer ein letztes Mal in diesem Jahr begrüßen. Restkarten gibt es telefonisch bei Rosi und Konrad Jobst unter 0861/12868 oder an der Abendkasse. hob

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