Grassau/Rottau – Bei der Jahresversammlung des Wasserbeschaffungsverbands Rottau im Gasthaus Fischerstüberl begrüßte der Vorsitzende Wast Stephan die zahlreichen Besucher und stellte die Beschlussfähigkeit fest. Der Verbandsvorsteher berichtete über das abgelaufene Rechnungsjahr.
Der Wasserbeschaffungsverband Rottau zählt derzeit 355 Mitglieder. Es wurde eine Vorstandssitzung abgehalten. Die Lagerhalle am Heizwerk ist nahezu fertiggestellt. Die Kosten beliefen sich auf circa 32.000 Euro. Obwohl die Halle nachträglich um einen Meter verbreitert wurde, liegt man noch im Rahmen der Kostenschätzung von 30.000 Euro. Stephan informierte anschließend über die Reparatur eines Wasserrohrbruchs an einer Hausanschlussleitung in der Hackenstraße.
Am 10. Dezember hat der Landtag die Einführung des Wassercents beschlossen. Private Wasserverbraucher in Bayern müssen ab Mitte 2026 eine Abgabe von zehn Cent pro Kubikmeter zahlen. Der Wassercent wird nicht direkt dem Wasserabnehmer, sondern dem Wasserversorger in Rechnung gestellt. Dies kann zu einer Erhöhung des Wasserpreises führen. Der Wasserbeschaffungsverband Rottau kalkuliert den Preis zum Jahresende.
Zukünftig werden Funkwasserzähler beim Austausch der Wasserzähler nach dem Eichgesetz verbaut. Laut schriftlicher Mitteilung des Landratsamtes Traunstein ist hierfür keine Änderung der Wasserbezugsordnung erforderlich. Die Genossen wurden darauf hingewiesen, ihre Wasserzähler öfter zu beobachten, um größere Wasserverluste schnell zu erkennen. Der Hauswasserschieber soll einmal im Jahr bewegt werden. Aufgrund schlechter Erfahrungen überprüft der Verband zukünftig keine Hausanschlussschieber mehr, da sich diese im Eigentum der Mitglieder befinden.
Wer Reparaturarbeiten an seinem Trinkwasseranschluss vornehmen lassen möchte, muss sich rechtzeitig melden. Auch werden die Schieberkappen bei Straßensanierungen in neu zu asphaltierenden Bereichen erneuert. Diese werden dem Mitglied in Rechnung gestellt.
Die Untersuchungen des Trinkwassers von den Gedererwand-Quellen waren stets einwandfrei. Von diesen Quellen wurden 69.316 Kubikmeter Trinkwasser abgeleitet, die über die Wasserzähler verrechnete Wasserabgabe betrug 67.132 Kubikmeter. Aus Bernau wurden 383 Kubikmeter Trinkwasser bezogen und aus Grassau 4.803 Kubikmeter.
Die Wasserverluste sind mit 8,42 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen.
Im Hochbehälter wurde ein Auffangbecken aus Edelstahl installiert, um den hohen Eingangsdruck von 20 bar zu senken. Die Antragsunterlagen für die Bewilligung der Grundwasserentnahme „Gedererwand-Quellen“ wurden der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Rosenheim, übergeben.
Die beschränkte Grundwasserentnahme ist noch bis Ende 2026 gültig.
Im Kassenbericht konnte der Verbandsvorsteher einen Jahresüberschuss von 37.183,50 Euro melden. Auf Antrag des Dritten Bürgermeisters Manfred Huber wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Im Haushaltsplan für das Jahr 2026 sind Einnahmen und Ausgaben von jeweils 99.700 Euro vorgesehen. Dieser Plan wurde einstimmig angenommen.
Danach dankte der Vorsteher seinem Stellvertreter Hias Hofmann, dem Wasserwart Dominik Hammerschmidt, allen Helfern bei den Baumaßnahmen und hob dabei den Hoder Nikei hervor, „ohne den gar nichts geht“, sowie Walter Stöckmann, Hias Ballauf senior und Jack Huber, die immer das Wasserschutzgebiet umzäunen.
Zuletzt ergriff Dritter Bürgermeister Manfred Huber das Wort. Er lobte den Verband mit Wast Stephan als treibende Spitze für den wirklich günstigen Wasserpreis und ihre hervorragende Arbeit zum Wohle der Rottauer Bürger. Mit lang anhaltendem Beifall schlossen sich alle Anwesenden dem Lob an.aj