Wunsch nach Wiederbelebung der Schule

von Redaktion

Grabenstätter Räte diskutieren über neuen Mobilfunkmast, Tempo-30-Zone in Marwang und die Mittelschule

Grabenstätt – Als Mitglied des Schulverbands Chieming hofft Grabenstätt auf eine möglichst baldige Wiederbelebung der Mittelschule Chieming. Am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) unter „Sonstiges und Bekanntgaben“ zunächst über die Kindergarten-Bedarfsanmeldung.

Fundament könnte
bald kommen

„Alle Anmeldungen konnten für das neue Kindergartenjahr 2026/2027 berücksichtigt werden“, freute sich Wirnshofer. Erkennbar sei aber leider auch eine Tendenz zu leicht abnehmenden Anmeldungen für Kinder im Krippenalter. Die Bedarfsanmeldungen betreffen indes alle Kindertageseinrichtungen im Gemeindebereich, also auch die kirchlichen.

Neues zu berichten gab es zudem zum Mobilfunk-Ersatzstandort der Deutschen Telekom zwischen dem Ort Grabenstätt und dem Ortsteil Marwang für den bestehenden, seit Langem umstrittenen Standort an der Grabenstätter Lindenstraße (Nickelbergsiedlung). Laut Wirnshofer seien dafür Spartenauskünfte eingeholt worden, was darauf schließen lasse, dass bald mit den Tiefbauarbeiten (Fundamentarbeiten) begonnen werde. Zur Erinnerung: Nachdem sich andere potenzielle Standorte bei technischen Vorprüfungen 2023/ 24 als ungeeignet erwiesen hatten, war man am nordöstlichen Ortsrand von Grabenstätt in Richtung Marwang auf ein passendes Grundstück gestoßen, mit dessen Besitzer man sich schnell einig wurde. Die Abstände des dort geplanten Mobilfunkmasts zu den nächsten Wohngebieten werden in Richtung Marwang rund 175 Meter, in Richtung Ort Grabenstätt 175 Meter zum Gewerbegebiet und rund 350 Meter zum Wohngebiet Meckenheimer Straße (Traunsteiner Siedlung) betragen.

Näher rückt auch die von Bürgern zuletzt vehement für den Ortsteil Marwang geforderte Tempo-30-Zone. Nach entsprechender Beteiligung der Fachbehörden und der Polizei sei nun die Tempo-30-Zone für den Dorf- und Siedlungsbereich angeordnet worden, betonte der Rathauschef und fügte an: „Die Beschilderung wird dann demnächst erfolgen.“ Nicht miteinbezogen werden könnten allerdings gemäß den straßenverkehrsrechtlichen Vorgaben die nahe Max-Buchfellner-Straße und die Hiensdorfer Straße, da es sich hierbei um Straßen des Durchgangsverkehrs handele.

Da die Gemeinde Grabenstätt mit der Nachbargemeinde Chieming seit jeher den Schulverband Chieming bildet, ist man auch von Grabenstätter Seite stark an einer zeitnahen Belebung der für rund 13 Millionen Euro von 2021 bis Ende 2023 aufwendig generalsanierten Mittelschule interessiert. Um wieder attraktiver zu werden, beabsichtige die Schule, sich ein neues Profil zu geben, bei dem ab der 5. Klasse schulisches Lernen direkt mit der Arbeitswelt verbunden werden solle. Durch Betriebserkundungen, Schnuppertage in regionalen Unternehmen und praktisches Arbeiten mit echten Handwerkern wolle man die Schüler auf zukunftssichere praktische Berufe vorbereiten und aufzeigen, dass den jungen Leuten auch ohne Universitätsabschluss fast alle beruflichen Wege offen stünden, so Wirnshofer. Neben Schülern und Eltern seien auch regionale Betriebe als mögliche Praxispartner oder Ausbildungsbetriebe vor Ort gewesen und hätten zu der sehr gelungenen Veranstaltung beigetragen.

Besonders spannend seien laut Bürgermeister Wirnshofer die Ausführungen ehemaliger Schüler gewesen, darunter ein Bautechniker und ein Meister, die ihre erfolgreichen beruflichen Wege aufzeigten.

Lernen mit Blick
auf die Arbeitswelt

Zudem werde es bald eine weitere Besprechung mit dem Staatlichen Schulamt zur Zukunft der Mittelschule geben, so Wirnshofer. Aktuell führt diese bekanntlich nur noch eine fünfte Klasse. Die Klassen 6 bis 9 sind hingegen aufgelöst worden, weshalb betroffene Schüler die Mittelschule in Traunstein besuchen.

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