Bergen/Holzhausen – Mit einem ruhigen Einsatzjahr, aber zahlreichen gesellschaftlichen Terminen und intensiver Nachwuchsarbeit hat die Feuerwehr Holzhausen bei ihrer Jahresversammlung im Feuerwehrgerätehaus eine positive Bilanz gezogen. Die Wehr steht mit 36 Aktiven, einer Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr „D’Hoizhauser Löschdeifi“ gut da.
Vorsitzender Florian Huber berichtete, dass die Feuerwehr vor großen Unwettereinsätzen verschont blieb, bei 13 Alarmierungen aber dennoch präsent war. Schriftführerin und Kassenwartin Anna Steiner legte die Ein- und Ausgaben des Vereins detailliert dar; die Kassenprüfer bestätigten ihr eine ordnungsgemäße und übersichtliche Buchführung.
Zahlreiche
gesellschaftliche Termine
Ein Schwerpunkt des Rückblicks lag auf den zahlreichen gesellschaftlichen Verpflichtungen. So besuchten die Mitglieder die Versammlungen der Nachbarwehren und beteiligten sich am Maibaumaufstellen in Holzhausen. Zudem nahm die Wehr an den Gründungsfesten der Feuerwehren Traunwalchen, Pierlich, Surberg, Taching am See und Hammer teil. Im Mai war die Feuerwehr beim 150-jährigen Fest des Trachtenvereins Vachendorf eingebunden und wirkte beim Florianifest der Berger Wehr mit. Gefordert waren die Mitglieder auch beim Herrichten und Durchführen des Spritzenhausfestes, das Huber aufgrund des schönen Wetters und der guten Resonanz als gelungen bezeichnete. Mit der Fahne war die Wehr außerdem beim Kirchenpatrozinium in Vachendorf vertreten.
Im September wurde der Jahrtag gefeiert. In einer außerordentlichen Versammlung berieten die Mitglieder das für 2027 anstehende Gründungsfest. Man einigte sich laut Huber darauf, dieses in einem größeren Rahmen zu feiern. Ein weiterer Höhepunkt war die Gründungsfeier der Kinderfeuerwehr „D’Hoizhauser Löschdeifi“. Mit der Jahresabschlussfeier im Januar wurde das Vereinsjahr beendet.
Auch für das laufende Jahr stehen bereits zahlreiche Termine fest. Dazu zählt das 155-jährige Gründungsfest der Bergener Feuerwehr, das von Mittwoch, 13. Mai, bis Sonntag, 17. Mai, gefeiert wird. Außerdem will sich die Holzhauser Wehr bei den Jubiläen der Feuerwehren Rabenden, Heiligkreuz und Engelsberg blicken lassen. Das Spritzenhausfest soll ebenfalls wieder stattfinden. Im Bericht zur Nachwuchsarbeit wurde deutlich, dass die Jugendfeuerwehr sich noch in der Findungsphase befindet. Die Gruppenstunden finden nun wieder statt, verschiedene Ausbildungen sind geplant, und der Besuch des Jugendfeuerwehrtages mit Zeltlager ist vorgesehen. Deutlich umfangreicher fiel der Bericht der Kinderfeuerwehr aus. Die Leiterinnen Bettina Zettl und Michaela Huber informierten, dass derzeit 13 Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren bei den „Hoizhauser Löschdeifi“ aktiv sind. Alle drei Wochen wird eine Gruppenstunde angeboten, einige Plätze sind noch frei.
Kommandant Thomas Zettl stellte die Einsatzbilanz vor. Mit 13 Einsätzen handelte es sich um ein eher ruhiges Jahr. Fünf Brandeinsätze, sechs technische Hilfeleistungen, ein ABC-Gefahrstoffeinsatz sowie eine sonstige Tätigkeit summierten sich auf 235 ehrenamtliche Einsatzstunden. Zettl betonte, dass bei den Einsätzen acht Personen betreut oder gerettet wurden. Im Detail wurden vier Kleinbrände und ein Mittelbrand gelöscht sowie drei Sturmschäden beseitigt. Zudem übernahm die Wehr bei drei Unfällen auf der Autobahn verschiedene helfende Aufgaben. Weitere 469 Stunden flossen in Übungen und Ausbildungen. Besonders stolz ist die Wehr auf ihren Ausbildungsstand: Zehn Feuerwehrmänner beteiligten sich an der Ausbildung zur Bahnerdung, neun legten das Leistungsabzeichen Wasser ab. Im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung ließen sich vier Feuerwehrmänner weiterbilden, zudem wurden fünf weitere Fortbildungen besucht. Zur laufenden Fahrzeugbeschaffung erklärte Zettl, dass man sich angesichts enorm gestiegener Preise für entsprechende Fahrzeuge sehr genau orientieren müsse.
Im Anschluss wurden personelle Entscheidungen und Ehrungen vorgenommen. Zu neuen Kassenprüfern wählte die Versammlung Kilian Schroll und Bernhard Maier einstimmig. Vorsitzender Huber leitete danach zu den Auszeichnungen über. Für 20-jährige Mitgliedschaft im aktiven Dienst wurden Daniel Lauterbach und Christoph Willinger geehrt. Für 25-jährigen aktiven Dienst erhalten Matthias Mayer und Josef Schuster das Ehrenkreuz in Silber. Wolfgang Huber wurde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Seit 30 Jahren sind Andreas Berger und Hedwig Huber passiv im Verein. Bereits seit 50 Jahren unterstützen Albert Eckart, Martin Höpfl, Anton Lukas, Ludwig Schmalholz und Herbert Willinger den Feuerwehrverein. Insgesamt wurden 26 passive Mitglieder für 20-jährige Zugehörigkeit geehrt.
Bürgermeister würdigt Leistung für Gemeinschaft
Lobende Worte kamen von der Kommunalpolitik und der Kreisbrandinspektion. Grabenstätts Erster Bürgermeister Gerhard Wirnshofer würdigte die Arbeit der Feuerwehr Holzhausen, die in den drei Gemeinden Bergen, Vachendorf und Grabenstätt im Einsatz ist. Er hob die Jugendarbeit als wichtige Basis hervor und gratulierte zur Gründung der Kinderfeuerwehr. „13 Einsätze mögen nicht viel sein und doch braucht es viel Übung, und es ist wichtig, sein Werkzeug zu kennen“, sagte Wirnshofer.
Kreisbrandmeister Stefan Nitzunger übermittelte die Grüße der Kreisbrandinspektion. Er erklärte, dass in fast allen bayerischen Gemeinden die Zahl der Einsätze zurückgegangen sei, da große Unwettereinsätze ausgeblieben seien. Zur Kinderfeuerwehr führte er aus, dass es sich um ein Erfolgsmodell handle. Mittlerweile gebe es im Landkreis 17 Kinderfeuerwehren mit über 200 Kindern. tb