Seebruck – Mit einem gemeinsamen Fototermin haben der Bürgermeister, das Bauamt und der Hafenwirt die neue Photovoltaikanlage am Gebäude des Hafenwirts offiziell in Betrieb genommen. Nach intensiver Planungs- und Bauphase ist damit ein zukunftsweisendes Projekt erfolgreich abgeschlossen.
Im vergangenen Jahr fand eine umfassende Dachsanierung beim Hafenwirt in Seebruck statt. Gemeinderat und Verwaltung haben sich vorab intensiv mit der Ensemblewirkung der Hafeninsel und der traditionellen Holzschindelbedachung auseinandergesetzt. Ziel war es, sowohl gestalterische als auch wirtschaftliche und energetische Aspekte in Einklang zu bringen.
Nach zahlreichen Abstimmungen fiel die Entscheidung für eine innovative Blechdachsanierung mit integrierter Photovoltaikanlage. Neben einer neuen Dämmung wurde eine moderne Blechpaneel-Photovoltaikanlage direkt in die Dachfläche integriert. Das Gebäude verfügt über eine Dachfläche von rund 900 Quadratmetern – eine Dimension, die knapp zehn Einfamilienhäusern entspricht. Die installierte Photovoltaikanlage mit rund 100 kWp (Kilowattpeak) stellt einen wesentlichen Baustein der Energieversorgung dar. Der Hafenwirt hat einen jährlichen Strombedarf von rund 200.000 kWh (Kilowattstunden). Durch die PV-Eigenverbrauchsanlage kann künftig ein erheblicher Teil dieses Bedarfs nachhaltig und direkt vor Ort gedeckt werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 780.000 Euro. Diese Summe umfasst die energetische Dachsanierung, die 100-kWp-Blechpaneel-PV-Anlage mit Kosten von rund 280.000 Euro, die Ertüchtigung der Elektroversorgungsanlage sowie sämtliche Nebenkosten.
Bürgermeister Martin Bartlweber betont: „Mit dieser Maßnahme investieren wir nicht nur in die bauliche Substanz, sondern vor allem in die Zukunftsfähigkeit unserer Hafeninsel. Die Kombination aus architektonischer Sensibilität und moderner Energietechnik ist ein starkes Signal für nachhaltiges kommunales Handeln. Ein besonderer Dank gilt dem Hafenwirt für die Zusammenarbeit während der gesamten Bauphase. Ich weiß, eine solche Baustelle ist für einen laufenden Betrieb nicht einfach. Ebenso danke ich den Kolleginnen und Kollegen vom Bauamt, dass sie die komplexe Planung und Umsetzung trotz unerwarteter Herausforderungen aufrechterhalten konnten.“ Mit der Inbetriebnahme der Anlage setze Seebruck ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und verantwortungsbewusste Investitionen in die Zukunft, heißt es bei der Gemeinde.