Breitbrunn – Die Premiere der Kriminalkomödie „Nicht meine Leiche“ in drei Akten von Jack Smith in einer Schweizer Fassung von Nick Hasler – ins Bairische übertragen von Elfriede Wipplinger – brachte den Protagonisten viele Lacher und Applaus ein. Die Szenerie beginnt an einem Samstagvormittag kurz vor einer Beerdigung und einer Hochzeit.
Den eigenen
Tod vortäuschen
Vor dem von Frank Lorenz und Hans-Dieter Gerlinger aufwendig gestalteten Bühneninterieur gerät der ansonsten stets korrekte, jedoch eher gelangweilte Herbert Schmid (Andreas Obermeier), Betreiber des Beerdigungsinstituts „Goldene Grube“, etwas in Hektik. Seine Tage sind ansonsten eher eintönig und dem täglichen Trott folgend – bis eben zum Hochzeitsmorgen seines Freundes David Berger (Martin Ettenhuber). Da dieser seiner zukünftigen Frau Julia (Christina Hekele) den heiß ersehnten Ehering zur Hochzeit an den Finger stecken möchte, hat er sich fatalerweise auf ein Geschäft mit dem Mafiaboss Koslowski (Hartmut Distler) eingelassen.
Wie zu erwarten war, kann David das geschuldete Geld aber nicht aufbringen und beabsichtigt daher in seiner Verzweiflung, den Mafiaboss zu täuschen und ihm seinen Tod vorzugaukeln. Ganz gegen den Willen des Bestatters inszeniert er in der „Goldenen Grube“ seine eigene „Leich“.
Durch eine Verkettung von Umständen sieht seine Zukünftige voller Entsetzen ihren „toten“ Bräutigam, was der Brautmutter (Heidi Huber) gar nicht ungelegen kommt. Da der ganze Schwindel aufzufliegen droht, ist guter Rat nun teuer. Es müssen also „Leichen“ ausgetauscht werden, wobei auf einmal Lehrling Kevin (Seppi Schneider) mit ins Spiel kommt.
Aber irgendwie scheint doch alles aus dem Ruder zu laufen. Ein Ausweichmanöver führt ins nächste und die Situation wird immer verzwickter. Zusätzliche Unruhe bringen die trauernde Witwe Rösler (Bernhard Obinger) und der Elektriker Imhof (Sepp Schneider) in den ansonsten geordneten Ablauf des Bestatters. Als ihm dann auch noch das „Leichte Mädchen“ Patricia (Johanna Gartner) an die Wäsche will, steht er kurz vor dem Kollaps.
Die Darsteller brillieren in ihren Rollen, was dem Trio Schneider und Obinger (Leitung) sowie Sepp Obermeier (Regie) zuzuschreiben ist. Das Publikum honorierte das Stück mit viel Gelächter und reichlich Applaus.
Situation wird
immer verzwickter
Viel dazu beigetragen haben die Helferlein im Hintergrund, wie Souffleuse Maria Burghardt, Steffi Thalhauser (Maske), Markus Wöger und Max Stadler (Licht/ Ton), Sabine Huber (Grafik) und das Bewirtungsteam um Hanni Vodermair. Die musikalische Umrahmung in den Pausen übernahm die Ettenhuber Musi. Weitere Aufführungen sind am heutigen Samstag sowie Sonntag, 5. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Chiemseehalle. Restkarten gibt es nur noch für Ostersonntag.