„Für ein paar Silberlinge“ beeindruckt in Marquartstein

von Redaktion

Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte führt zum dritten Mal nach 2016 und 2018 das Passionsspiel auf

Marquartstein – Wohl vorbereitet und gut einstudiert hat sich der Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte zum dritten Mal nach 2016 und 2018 an das Passionsspiel „Für ein paar Silberlinge“ nach dem Buch von Josef Kriechhammer herangewagt. Der Anlass ist ein besonderer: Es ist der Beitrag zum 100. Geburtstag des Verbands. Die Premierenaufführung in der katholischen Pfarrkirche „Zum Heiligen Blut“ in Marquartstein – dem Gründungs- und diesjährigen Gaufestort des Trachtler-Dachverbandes – war ausverkauft.

„Seien wir nicht nur Zuschauer, sondern öffnen wir unsere Herzen für das Stück zum Leiden, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus“, betonte Pfarrer Andreas Horn, Leiter des Pfarrverbandes Grassau, in seinen Willkommensgedanken. Der Abend und die weiteren Aufführungen seien eine Ouvertüre für die Kar- und Osterzeit und ein segensreicher Beitrag zum Jubiläumsjahr der Chiemgauer Trachtler. Sein besonderer Gruß galt dem Textautor Josef Kriechhammer, dem Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes, Günter Frey, dem Ehrenvorsitzenden des Gauverbandes I, Peter Eicher, sowie Gauvorstand Thomas Hiendl vom Chiemgau-Alpenverband mit seiner gesamten Vorstandschaft.

Der Friede als Meisterwerk der Vernunft und die bedingungslose Liebe als Schlüssel zum Frieden im Kleinen wie im Großen standen im Mittelpunkt der Botschaft des Leidens Christi.

Die verschiedenen Mono- und Dialoge wurden auf zwei vor dem Altar aufgebauten Bühnenelementen eindrucksvoll inszeniert. Dabei traten als versierte und textsichere Darsteller Anja Voit (als Maria Magdalena), Sebastian Bauer (Pontius Pilatus), Leni Bauer (Frau von Pilatus), Sepp Spiegelberger (Judas Ischariot), Matthias Stoib (Jünger Johannes), Otto Zaiser (Simon Petrus) und Martina Huber (Magd) auf.

Für eine feine und gut aufeinander abgestimmte musikalische Gestaltung sorgten die Laubensteiner Bläser, der Hamberger Viergesang, Akkordeonspieler Hans Wiesholzer und die Quartl-Geigenmusi. Deren Abschlussweise „O Haupt voll Blut und Wunden“ wurde in der zweiten Strophe zum gemeinsamen Mitsingen angeboten, ehe sich die große Besucherschar ohne Applaus, aber mit vielen Gedanken und äußerst dankbar für einen ergreifenden Abend, auf den Nachhauseweg machte.

Zum Gelingen des Passionsspiels unter der Regie von Lambert Huber und der musikalischen Leitung von Andreas Hilger trugen viele ehrenamtliche Helfer bei. Ein besonderer Dank galt Marianne Fischer, Micha Nayder, Monika Hiendl und Lisi Hilger sowie der Kirchengemeinde Marquartstein. Auch die perfekte Tontechnik und die gute Akustik in der Kirche trugen zur gelungenen Premiere bei.

Weitere Vorstellungen: Freitag, 27. März, ab 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche „St. Rupertus“ in Amerang; am Dienstag, 31. März, in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ (Alter Peter) in München-Tal.

Karten für das Spiel sind online über www.chiemgau-alpenverband.de/passion erhältlich.hö

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